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Düsseldorf
Zeltstadt für Flüchtlinge in Düsseldorf wird konkreter

Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen
Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen FOTO: RP
Düsseldorf. Es scheint sich zu konkretisieren, dass Düsseldorf einer von landesweit sieben bis acht Standorten wird, an denen das Land große Unterkünfte für rund 1000 Flüchtlinge errichtet. Das ist aus Kreisen der Bezirksregierung Arnsberg zu hören. Für eine solche Zeltstadt, die als Notunterkunft des Landes vorgesehen ist, sind Freiflächen der Bergischen Kaserne in Ludenberg im Gespräch, wie die RP am Samstag exklusiv berichtete.

Im Rathaus gibt es Überlegungen, das Kasernen-Areal zu kaufen. Bei der Finanzierung könnten Darlehen aus dem Programm "Flüchtlingsunterkünfte", das die NRW.Bank Ende 2014 aufgelegt hat, aufgenommen werden. Die Stadt Essen baut über solche Darlehen eine zentrale Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Asylbewerber. Die Zinsersparnis soll im sechsstelligen Bereich liegen. Ob die Mehrheit im Rat das mitträgt, ist aber offen: Die FDP hat sich gegen jede Neuaufnahme von Krediten ausgesprochen.

Unterdessen bestätigt sich, dass die Zahl neuer Flüchtlinge in Düsseldorf weiter steigt: Laut Miriam Koch, der Flüchtlingsbeauftragten, kamen in den ersten zwei Augustwochen 250 Asylsuchende hinzu.

(dr)
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