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Düsseldorf
Zentralbibliothek soll doch an anderen Standort

Düsseldorf. Zu später Stunde hat der Stadtrat noch einige wichtige Entscheidungen getroffen - zwei im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung. Dort wurde nahezu einmütig und auf Vorstoß der FDP der Plan abgeräumt, am Konrad-Adenauer-Platz 1 in einem Bestandsgebäude die Zentralbibliothek unterzubringen. Die ist derzeit am Bertha-von-Suttner-Platz untergebracht, die Räume sind aber zu eng und zu alt. Von Denisa Richters

Die Vorlage der Stadtverwaltung sah vor, in dem Gebäude 14.600 Quadratmeter für die Bücherei anzumieten, auch Teile des Stadtarchivs, des Heinrich-Heine-Instituts und des Stadt- sowie des Theatermuseums sollten dort unterkommen, auch verschiedene Rathausbereiche wie das Kulturdezernat gehörten zu den Überlegungen. Die Miete sollte knapp drei Millionen Euro jährlich betragen.

Die Liberalen sprachen sich zwar für einen zentralen Standort aus, wie Fraktionschefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann auf Anfrage bestätigte, haben allerdings die Sorge, dass das Gebäude nicht passend sein könnte. Sie forderten deshalb, zunächst einen Raumplan zu erstellen und auf dieser Basis passende Standorte zu prüfen. Das sei allseits akzeptiert worden.

Mit weitaus knapperer Mehrheit wurde der rund 70 Millionen Euro teure Neubau des Albrecht-Dürer-Berufskollegs in Benrath auf den Weg gebracht. Während die Ampel-Mehrheit aus SPD, Grünen und FDP sich dafür aussprach, stimmte die CDU dagegen. Der Grund war die Finanzierung: Der Beschluss sieht vor, dass die Stadt sich nach Fertigstellung im Frühjahr 2018 entscheiden kann, ob sie das Gebäude mietet oder kauft. Die CDU hatte die Mietoption ausgeschlossen, weil sie die Stadt mehr als 30 Millionen Euro teurer käme.

Im öffentlichen Teil wurde der Antrag der CDU angenommen, eine Verlängerung der U 71 nach Garath und Hellerhof zu prüfen. Für die Machbarkeitsstudie wurden mit Sperrvermerk und Verweis an den Verkehrsausschuss 40.000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Auf den Weg gebracht wurde auch, dass sich Düsseldorf beim Land bewirbt, das einzige Mädchenhaus im Rheinland einzurichten. Vom Land gibt es dafür jährlich 500.000 Euro Zuschuss zu den Personalkosten.

Quelle: RP
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