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Düsseldorf
Zentrales Büro-Viertel wächst

Düsseldorf: Zentrales Büro-Viertel wächst
So könnte der Büro-Neubau an der Kasernenstraße aussehen - der denkmalgeschützte Turm ist bei dieser Ansicht nicht abgebildet. Interessant: Neben dem Gebäude könnte ein Platz mit Gastronomie entstehen. FOTO: KSP Jürgen Engel Architekten
Düsseldorf. Ein Entwickler plant an der Kasernenstraße neue Büros. Sogar ein Hotel ist im Gespräch. Von Nicole Lange

Mit tausenden Quadratmetern neuer Büros und mehr Aufenthaltsqualität für Beschäftigte und Passanten soll Düsseldorfs zentralem Büro- und Geschäftsbereich neues Leben eingehaucht werden. Auch ein Hotel ist angedacht. An der Kasernenstraße im von Immobilienmaklern als Central Business District (CBD) bezeichneten Gebiet rund um die Kö hat der Entwickler Hines jetzt den denkmalgeschützten Turm der Commerzbank erworben, über dessen Zukunft lange gerätselt wurde. Hines-Managing-Director Benjamin Biehl bestätigte entsprechende Informationen unserer Redaktion.

Der Kauf des benachbarten Parkhauses war schon vorher bekannt geworden: Oberbürgermeister Thomas Geisel hat den dort von Hines geplanten Neubau bei der Immobilienmesse Expo Real vorgestellt. Auf der Fläche der Parkpalette und angrenzenden Flächen soll ein Büro- gebäude (mit Handel im Erdgeschoss) mit 5000 Quadratmetern entstehen. Wie der Neubau aussehen wird, muss mit der Stadt noch abgestimmt werden.

Umso gespannter blickt die Branche auf die mögliche Hotel-Zukunft des denkmalgeschützten, von Paul Schneider-Esleben entworfenen Turms nebenan. Er ist aus Sicht der Käufer "unbedingt schützenswert" - daher will Hines sich bei der Sanierung eng mit Stadt und Denkmalbehörde abstimmen. Die Fassaden- Paneele sollen gereinigt werden und optisch wieder neu wirken - das eigentliche Erscheinungsbild aber erhalten bleiben. "Hinter der Fassade gibt es dann natürlich den heutigen Anforderungen entsprechende Technik", so Biehl. Dort ein Hotel unterzubringen, wäre ein überraschender Schritt - zumal im CBD die höchsten Büromieten der Stadt erzielt werden.

In gut ausgestatteten Neubauten zahlen Mieter monatlich bis zu 26,50 Euro je Quadratmeter, viele Berater und Kanzleien suchen dort - und nur selten kommen Flächen auf den Markt. Zudem sind Hotel-Umbauten wegen der vielen benötigten Bäder aufwendig. Dessen ist sich der Entwickler bewusst: "Da die technischen Anforderungen einer Hotelnutzung aufwendiger sind und frühzeitiger geplant werden müssen, haben wir bereits über verschiedene Hotelkonzepte gesprochen", sagt Biehl. Branchenkenner glauben, dass ein Business-Hotel der gehobenen Kategorie denkbar wäre - wegen der Konkurrenz an der Kö aber kein Luxushotel.

"Uns ist vor allem auch die Wiederbelebung des Gesamtstandortes Kasernenstraße wichtig", betont Biehl. "Das Ziel ist es, einen Ort in der Innenstadt zu schaffen, der die Leute anzieht." So wird zwischen dem Turm und der Neubebauung ein öffentlicher Platz entstehen, für den auch eine künstlerische Gestaltung im Gespräch ist. Auch sonst geht die Entwicklung der Straße voran: Die alten Straßenbahn-Gleise auf der Kasernenstraße, die dank der Wehrhahn-Linie nicht mehr gebraucht werden, sollen bis Ende des Jahres zurückgebaut sein. Anschließend kann die Neugestaltung der Oberfläche beginnen.

Quelle: RP
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