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Düsseldorf
Zoll ermittelt gegen Bau-Büro an der Charlottenstraße

Düsseldorf: Zoll ermittelt gegen Bau-Büro an der Charlottenstraße
Zollbeamte durchsuchten ein Büro an der Charlottenstraße. FOTO: Berger
Düsseldorf. Scheinrechnungen, Sub- und Subsubunternehmen und dann auch noch Schwarzarbeit: So ziemlich alles, was das Baugewerbe seit Jahren beschädigt, wirft die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft einem Unternehmer vor. Gestern hat der Zoll seine Wohnung in Mülheim und zwei Büros in Duisburg und Düsseldorf durchsucht.

Kistenweise trugen die Beamten der "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" und andere Zollfahnder Unterlagen und Datenträger aus den Räumen, die nicht gerade an der repräsentativsten Düsseldorfer Adresse liegen: An der Charlottenstraße werden die Geschäfte aus einem Büro über einer Sportbar geführt. Auch die Polizei war in die Razzia involviert, geht Anhaltspunkten für Geldwäsche nach.

Zollfahnder sind wie die Polizei Ermittlungsbeamte im Auftrag der Staatsanwaltschaften. Sie unterstehen aber nicht dem Innen-, sondern dem Bundesfinanzministerium. Die Zollfahndung ermittelt überwiegend in Steuerstrafsachen sowie bei Verstößen gegen die Außenwirtschaftsgesetze. In anderen Finanz- oder auch Rauschgiftverfahren arbeiten Zoll und Kripo auch in gemeinsamen Ermittlungsgruppen. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ist eine eigene Zoll-Einheit, die mit weitreichenden Befugnissen ausschließlich Verstöße gegen das Schwarzarbeitsgesetz verfolgt.

(sg)
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