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Düsseldorf
Zoll kassiert 2,6 Millionen Euro Biersteuer

Düsseldorf. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Düsseldorfer Hauptzollamt hat 2014 weniger Arbeitgeber und potenzielle Schwarzarbeiter überprüft als im Vorjahr - und dennoch ist die aufgedeckte Schadenssumme von 34,8 Millionen Euro deutlich höher als die in 2013.

Entsprechend stiegen auch die Zahlen der verhängten Strafen: Vom Zoll angezeigte, rund 3000 Beschuldigte wurden zu insgesamt 35 Jahren Haft und zu Geldstrafen von rund 1,4 Millionen Euro verurteilt. Das verdeutliche die verstärkt auf Qualität und Schwerpunkte des Schwarzarbeitermarkts ausgerichtete Arbeit der Behörde, heißt es im Jahresbericht des Hauptzollamts, das in Düsseldorf 96 und in Wuppertal 64 Fahnder im Bereich der Schwarzarbeit beschäftigt. Die Personalausstattung trage den großen Wirtschaftsräumen Rechnung.

Rund zwei Milliarden Euro hat das Hauptzollamt Düsseldorf im vergangenen Jahr an Steuern für den Bund eingenommen, vor allem Einfuhrumsatz-, Strom- und Energiesteuer. Die Biersteuer, ebenfalls vom Zoll eingetrieben, geht nicht an den Bund, sondern in die Landeskasse. Allein in der Altbierstadt Düsseldorf wurden im vorigen Jahr 2,6 Millionen Euro dafür erhoben. Positiv fällt die Bilanz der Zöllner am Düsseldorfer Flughafen aus. Die haben nur 15 Verstöße gegen Artenschutzbestimmungen festgestellt.

Offenbar trügen die Aufklärungskampagnen Früchte und die Zahl der illegalen Reisemitbringsel pendle sich auf einem erfreulich niedrigen Niveau ein. Auch Verstöße gegen das Arzneimittelrecht gingen zurück, und die Fälle von gefälschten Markenartikeln im Reisegepäck seien zumindest annähernd auf dem niedrigen Vorjahresniveau geblieben. Deutlich gestiegen ist dagegen die Zahl von illegalen Waffen, vor allem Schlagringe und Wurfsterne, die in Deutschland verboten, aber etwa in Osteuropa vielfach freiverkäuflich sind. 267 solcher Waffen wurden bei Reisenden am Flughafen gefunden, im Vorjahr waren es noch 211.

Zu tun haben die Zöllner am Flughafen dennoch genug, vor allem gegen Zigaretten- und Goldschmuckschmuggler sowie gegen die Einfuhr größerer Bargeldmengen: Knapp sechs Millionen Euro wollten Reisende 2014 ohne Anmeldung mitbringen, die nach dem Geldwäschegesetz vorgeschrieben ist.

(sg)
 
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