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Leserforum
Zustimmung für einen autofreien Sonntag

Düsseldorf. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat offenbar einen Nerv der Düsseldorfer getroffen. Sein Antrag an den Beschwerdeausschuss, in diesem Jahr einen autofreien Sonntag durchzuführen und in den kommenden Jahren weitere folgen zu lassen, gefällt einer Mehrheit im Leserforum unserer Redaktion. So schreibt Susan Rupprecht, dass sie gerne sogar mehrere autofreie Sonntage hätte, "und das nur mit ganz wenigen wichtigen Ausnahmen, wie zum Beispiel ÖPNV, Feuerwehr, Ärzte, Krankenwagen, Taxen". Düsseldorf solle dem Vorbild Paris nacheifern.

Susan Tuchel sieht den Vorschlag im Zusammenhang mit den anderen Plänen der Stadt. "Einen autofreien Sonntag würde ich sehr begrüßen, vor allem in Hinblick darauf, dass die Pläne für ein Radhauptnetz auch in die Tat umgesetzt werden beziehungsweise dort nachgebessert wird", schreibt sie. Eine Stärkung des ÖPNV und des Fahrradverkehrs sei sinnvoll, um eine saubere und lebenswerte Stadt zu sein, in der sich die Menschen auch wohlfühlen.

Erika Rottwinkel ist so angetan von der Idee, dass sie sich sogar autofreie Sonntage im Monat vorstellen kann - für die Umwelt und für die Gesundheit. "Als Radfahrerin fahre ich gerne von Grafenberg in die Stadt-Mitte, bemängele aber die teilweise unebenen Radwege und eben auch das Fehlen von Radwegen. Dazu atmet man an den Verkehrsstraßen unnötig die Autoabgase ein." So sei Fahrradfahren nicht gesund.

Clemens Jahn gehört zu denjenigen, die die Idee ablehnen. "Es geht ja nicht um das Fahrrad - Fahrrad fahre ich sehr gerne - es geht um Umerziehung der Bürger zu einem den Autoren genehmen Leben", schreibt er. Und: "Hört auf, den Menschen von morgens bis abends zu sagen, wie sie zu leben haben."

Familie Zocher-Zeitz richtet ihre Kritik an andere Verkehrsteilnehmer und wünscht sich einen radfahrer-freien Sonntag: für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollator und Fußgänger. "Die überwiegende Mehrheit der Autofahrer hält sich wenigstens an Verkehrsregeln. Die überwiegende Mehrheit der Radfahrer kennt gar keine und ist auch noch ampelblind", heißt es im Schreiben der Familie. "Neue Radwege brauchen wir nicht, die Radfahrer benutzen ja überwiegend und rücksichtslos die Fußwege."

(hdf)
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