| 00.00 Uhr

Düsseldorf-Süd
Zwei neue Asyl-Unterkünfte in Hassels

Düsseldorf-Süd. Die Verwaltung will auf zwei Grundstücken in Hassels Leichtbauhallen errichten. Einmal auf dem Ascheplatz der BezirkssportanlageAm Wald (288 Plätze) sowie hinter dem Kirmesplatz an der Further Straße (192 Plätze). Von Andrea Röhrig und Birgit Wanninger

Die städtische Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch hat gestern weitere Standorte für neue Asylbewerber-Unterkünfte bekanntgegeben. Darunter sind zwei in Hassels: Der eine ist auf dem Ascheplatz der Bezirkssportanlage Am Wald, dort sollen ab dem dritten Quartal 288 Flüchtlinge unterkommen; der andere (ab Juli) auf der Grünfläche an der Further Straße, gleich hinter dem Schützen- und Kirmesplatz, der Kleingartenanlage und dem Dackelclub. Dort soll eine Unterkunft für 192 Flüchtlinge errichtet werden. Beide Hallen in Leichtbauweise sollen für je ein Jahr als Unterkunft genutzt werden. Für zwei weitere Standorte für winterfeste Leichtbauhallen mit 288 Plätzen sucht die Flüchtlingsbeauftragte noch Standorte. Diese Informationen gab Koch gestern auch an die Mitglieder des "Runden Tisch Asyl" weiter. Sie betonte, die Flüchtlinge sollen weiterhin auf das gesamte Stadtgebiet verteilt werden.

Täglich beäugt Wolfgang Monski, Vorsitzender der SG Benrath-Hassels, die Anlage (und teilweise immer noch Baustelle) Am Wald. Zum 1. Mai soll die Kita auf dem Gelände an den Start gehen. Gestern Morgen war Monski überrascht, dort Mitarbeiter des Amts für Gebäudemanagement anzutreffen. "Kann ich Ihnen helfen?", habe er höflich gefragt. Die Mitarbeiter, so berichtet er sagten, dass sie konkrete für eine winterfeste Leichtbauhalle planen.

Wolfgang Monski fühlt sich ein wenig überrumpelt. Sicherlich, gesteht er, hätte im Raum gestanden, dass das Gelände der SG für eine Unterkunft in Frage käme. Aber man hätte vereinbart, sich vorab mit der Flüchtlingsbeauftragten Miriam Koch und den Vertretern der zuständigen Bezirksvertretung 9 zusammenzusetzen - möglichst bei einem Ortstermin. Jetzt habe er zufällig davon erfahren. Er hält die Planung der Stadt, die Feuerwehrzufahrt zu Hassels Fit als Eingang zu benutzen, für ungünstig. Er hat, wie er findet, eine bessere Idee: Die erste Zufahrt, gleich neben der Rettungsstation zu nutzen, dann gebe es mehr Platz für das Sportzentrum und die künftige Kita, sagt er. Außerdem sei dort ein asphaltierter Weg, und es sei leichter, die dortigen Leitungen zu erweitern und zu nutzen.

SG-Vorstandsmitglied Udo Skalnik hat inzwischen mit dem Amt für Gebäudemanagement gesprochen. "Dort war man für alle Verbesserungsvorschläge offen", sagt er. Die Idee mit dem eigenen Zugang für die Unterkunft teilt auch Dirk Angerhausen, Vorsitzender des CDU-Ortsvereins Hassels-Reisholz. Er habe sich von Miriam Koch in die Hand versprechen lassen, dass die Unterkunft nur für ein Jahr auf dem Ascheplatz betrieben wird. Und dass die SG im Anschluss den Platz neu gemacht bekommt. Denn der ist schon seit Jahren abgängig. Und erst durch diesen Deal wird die Sanierung möglich gemacht. Dabei habe die Sanierung des Ascheplatzes als obere Priorität im Masterplan Sport gestanden, sagt Skalnik.

Einen anderen Standpunkt hat Angerhausen zu der geplanten Unterkunft an der Further Straße: "Diesen Standort halte ich nicht für gut." Er sei ihm und vielen seiner Mitstreiter aus der Bezirksvertretung 9 viel zu nah gelegen an dem "sozialen Brennpunkt Hassels-Nord. Da hätten wir uns von der Verwaltung ein wenig mehr Fingerspitzengefühl gewünscht. Ich würde mir einen anderen Standort wünschen - von mir aus auch in Hassels oder Reisholz", sagt Angerhausen, der Sprecher der CDU in der BV 9.

In Hellerhof sind außerdem zwei Flüchtlingsunterkünfte in Planung, über einen alternativen Standort zur Ingeborg-Bachmann-Straße wird noch beraten. Im Gespräch ist ein Teil des Geländes des Hellerhofer Sportvereins. Die Container-Anlage an der Duderstädter Straße befindet sich im Bau. Sie soll im Mai bezugsfertig sein. Sie ist für eine Dauer von fünf Jahren angelegt - mit der Option der Verlängerung um jeweils zwei Jahre. Schon in diesem Quartal soll eine winterfeste Leichtbauhalle an der Itterstraße mit 288 Plätzen gebaut werden. Nutzungsdauer: für ein Jahr.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Düsseldorf-Süd: Zwei neue Asyl-Unterkünfte in Hassels


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.