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Düsseldorf
Zwei Verdächtige nach Brand am "Linken Zentrum" gesucht

Brand am  "Linken Zentrum Hinterhof" in Düsseldorf
Brand am "Linken Zentrum Hinterhof" in Düsseldorf FOTO: Oliver Ongaro
Düsseldorf. Die Polizei fahndet nach zwei jungen Männern. Diese stehen im Verdacht, am vergangenen Freitag Plakate im Hof neben dem Wahlkreisbüro von Sahra Wagenknecht angezündet zu haben.

Bei dem Brand am "Linken Zentrum" waren ein Transporter zerstört und mehrere Fensterscheiben beschädigt worden. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Brandexperten der Kriminalpolizei werten derzeit die Spuren aus, der Staatsschutz ist wegen der möglichen politischen Dimension der Tat in die Ermittlungen eingeschaltet. Die Feuerwehr hatte den Betroffenen mitgeteilt, dass es nicht reiche, ein Feuerzeug an die Plakate zu halten, um diese so zu entzünden.

Ein Nachbar hatte den Brand kurz vor 20 Uhr gemeldet, zur selben Zeit haben Zeugen beobachtet, wie zwei junge Männer den Hinterhof verließen. Die beiden sollen etwa 17 bis 20 Jahre alt und rund 1,65 Meter groß sein. Einer der beiden wird als sportlich beschrieben und trug kurze rotblonde Haare. Er war mit einem weiß-grau-beigen Kapuzen-shirt, einer sandfarbenen weiten Hose im Hip-Hop-Stil sowie Turnschuhen bekleidet. Der Zweite hat eine schlanke Statur und dunkelblonde Haare. Er trug eine Kappe auf dem Kopf. Beide sollen Bierflaschen und möglicherweise auch modische Kuriertaschen getragen haben.

Verbrannte Plakate müssen speziell entsorgt werden

Für die Linke sowie die Initiativen des Zentrums hat der Brand zwei ärgerliche Dimensionen. Die Plakate waren aus einem Plastik-Verbundmaterial. Deshalb können sie nun nach dem Brand nicht regulär entsorgt, sondern müssen für einen deutlich höheren Preis speziell abgegeben werden. Den Transporter hat die Linke im Wahlkampf eingesetzt und an andere Gruppen verliehen, ein Ersatzfahrzeug muss angeschafft werden.

Zur möglichen politischen Dimension der Tat wollten sich die Ermittler gestern nicht weiter äußern. Auch die Vertreter der Linken sind in diesem Punkt noch zurückhaltend. Sie verweisen aber darauf, dass die Zahl der Attacken gegen sie zugenommen haben. So waren im Landtags-Wahlkampf allein in Düsseldorf mehrere hundert Plakate zerstört worden. Außerdem hatte es Angriffe auf andere Partei- und Abgeordneten-Büros der Linken gegeben.

Hinweise Angaben zu den Unbekannten und weitere Beobachtungen rund um den Brand nimmt der Staatsschutz unter Telefon 0211 8700 entgegen.

(hdf)
 
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