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Düsseldorf
Zweimal Poetry-Slam im Zakk

Düsseldorf. Zwei Formen des immer beliebter werdenden lyrischen Kräftemessens - "Poetry-Slam" - präsentierte das Zakk jetzt den Düsseldorfer Poesie-Liebhabern. Beim Slam-Dreikampf maßen sich zwei Kontrahenten in den Kategorien Text, Song und Film, sammelten Punkte und konnten sich im "Freestyle" noch entscheidende Punkte holen. Am nächsten Abend fand der Teamslam statt: Stets zwei Slammer standen zusammen auf der Bühne und präsentierten ihre Texte und Gedanken. Bei beiden Veranstaltungen waren die Stuhlreihen mit etwa 250 Gästen komplett belegt. Von Benedikt Förster

Bei einem Poetry Slam präsentieren die Teilnehmer einem Publikum ihre Texte und werden nach ihrem Auftritt von einer Jury aus fünf zufällig ausgewählten Gästen mit Punktzahlen von eins bis zehn bewertet. Beim Slam-Dreikampf traten Laurin Buser und Tino Bomelino gegeneinander an. Jeder hatte pro Runde zehn Minuten Zeit, um das Publikum für sich und seine Gedankenwelt zu begeistern. Geschichten über Mitfahrgelegenheiten trafen auf die Pinguin-Methode, mit dem Leben umzugehen, und eine Ode an Kirchheimbolanden verlor knapp gegen einen realistischen Love-Song. Am Ende waren beide gleichauf, und auch die Freestyle-Runde und die abschließende Applausmessung, ließen für den Moderator und den DJ bedauerlicherweise keinen klaren Sieger erkennen. Der erste Düsseldorfer Slam-Dreikampf endete unentschieden.

Beim Teamslam waren die Kontrahenten Team MFG, Team Scheller, Team LSD und Neurosenstolz. Jedes Team hatte 2x5 Minuten Zeit um sich für das Finale zu qualifizieren. Team LSD, bestehend aus Volker Strübing und Michael Ebeling, führte souverän und schaffte es, sich im Finale gegen das Team MFG (Leonie Warnke und Katja Hofmann) durchzusetzen. Team MFG machte zwar klar, dass sie obwohl sie "Ich liebe dich" rülpsen und ihre großen Brüder locker unter den Tisch trinken können, immer noch Mädels sind, jedoch verloren sie gegen Teams LSD. Die waren, bevor sie Slammer wurden, Bestandteil der Heldengruppe "Die sieben Recken" und kämpften gegen die Bestie, die von sich selber stets im Pluralis Majestatis spricht: "Das Volk". Außerdem lieben sie Poetry-Slam und verteidigen es gegen die selbst ernannten Bewahrer der Kultur. Die elenden Feuilletonisten.

Quelle: RP
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