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Duisburg
19 Künstler, zehn Nationen, ein Rekord

Duisburg: 19 Künstler, zehn Nationen, ein Rekord
Oben: die Burg im vergangenen Jahr vor tiefblauem Himmel. Unten: die Maskottchen bei der ersten Sandlieferung. FOTO: Luhrenberg/Reichwein
Duisburg. Seit gestern wird im Landschaftspark Nord wieder an einer Sandburg in Weltrekordhöhe gearbeitet. Im vergangenen Jahr verpassten die Sandkünstler knapp den Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde. Von Charlotte Raskopf

Im Landschaftspark wird wieder fleißig geschaufelt und gebaut. Bis zum ersten 1. September soll auf dem alten Hüttenwerk-Gelände die größte Sandburg der Welt entstehen - wieder einmal. Im vergangenen Jahr waren die Sandkünstler mit ihrem Versuch gescheitert, unter anderem weil die Burg einmal zusammengebrochen war und man nicht nachweisen konnte, dass keine Holzelemente in der Skulptur zurückgeblieben waren. Dieses Jahr wollen die sogenannten "Carver" nun die bestehende Rekordhöhe von 14,84 Meter überbieten. Dafür trafen gestern - pünktlich zum Baubeginn - die ersten Ladungen der insgesamt 3500 Tonnen Sand ein.

Benno Lindel, künstlerischer Leiter des Projekts, ist zuversichtlich, den Weltrekord brechen zu können: "Wir haben das Mischungsverhältnis des Sandes verändert und verwenden nun einen sehr feinen Quarz", sagt er. Diese Mischung soll besser binden als die beim letzten Weltrekordversuch verwendete. "Wir gehen davon aus, dass das jetzt halten wird." Damit die Burg auch wirklich stabil ist, findet zuerst das "compacten" statt, bei dem das Volumen des Sandes um ein Drittel reduziert wird. So werde der Sand zu einer stabilen Masse, aus der die Skulpturen dann herausgeschnitten werden könnten, berichtet Lindel. Auch der für die nächsten Tage erwartete Regen bereitet ihm keine Sorgen: "Während der Compacting-Phase in der kommenden Woche freuen wir uns sogar über ein bisschen Regen, dann hält alles besser." Ungünstig, so der künstlerische Leiter, wäre es allerdings, wenn es regnen oder gar hageln würde, während die Künstler an den Skulpturen arbeiteten. Ein bisschen Hagel und Regen hielte die Burg zwar aus, aber so ein Wetter über einen längeren Zeitraum sei schlecht. Auch die Gestaltung der Burg ist in diesem Jahr anders. Sehenswürdigkeiten aus Reisezielen des Hauptsponsors Schauinsland Reisen - wie Thailand, Spanien, Italien, Griechenland und Bulgarien - sollen die Burg schmücken, außerdem eine große Wasserrutsche. "Unser Team hat sich zwei Wochen lang zusammengesetzt und überlegt, wie die Skulptur in diesem Jahr gestaltet werden soll", berichtet Michael Jacobi von Schauinsland Reisen. Man könne jedoch nicht garantieren, dass die Burg am Ende genauso aussehe wie auf den Entwürfen, ergänzt Benno Lindel . "Wenn man mit Sand arbeitet, kann immer etwas passieren, dann muss man improvisieren und flexibel sein." Die Burg solle ja auch nicht einfach als Bauwerk, sondern als Kunstwerk wahrgenommen werden. "Die emotionale Reaktion der Besucher auf den Einsturz im letzten Jahr hat uns gezeigt, dass das Projekt gut ankommt. Wir sind uns sicher, dass es auch in diesem Jahr ein Erfolg wird", sagt Jacobi.

19 Künstler aus insgesamt zehn Ländern werden in den kommenden 25 Tagen an der Rekord-Sandburg bauen. Ein Rahmenprogramm soll es auch in diesem Jahr wieder geben. So wird unter anderem am Samstag, 12. August, ein Sonnen-Strand eröffnet und am Sonntag, 13. August, zwischen 11 und 16 Uhr, ein Miniatur-Sandburg-Cup veranstaltet. Am 1. September soll die offizielle Abnahme des Rekordversuchs durch das Rekordkomitee stattfinden.

In der Animation ist die Sandburg 2017 schon fertig. Unter anderem erhält sie Motive aus Thailand und Griechenland. FOTO: Schauinsland Reisen
Quelle: RP
 
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