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Duisburg
33 Bewerber für den Landtag

Duisburg. Der Kreiswahlausschuss hat gestern einstimmig die Vorschläge der Parteien zur Landtagswahl am 9. Mai gebilligt. Insgesamt 33 Bewerber von zehn Parteien und Gruppierungen treten in den vier Duisburger Wahlkreisen an. Von Mike Michel

Lediglich Vertreter der Partei der "Piraten" und des Bündnisses für Innovation und Gerechtigkeit (BIG) mussten abgelehnt werden, weil es an der nötigen Zahl an Unterstützungsunterschriften fehlte. Darauf hatte Wahlamtsleiter German Bensch gleich zu Beginn der Sitzung hingewiesen. Zuvor hatte er klargestellt, dass die Ausschusssitzung seine "unwiderruflich letzte Amtshandlung" im Zusammenhang mit einer Wahl sei – schließlich war er bereits vorgestern offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden.

Duisburg ist in insgesamt vier Landtagswahlkreise aufgeteilt. Zum Wahlkreis 60 (Duisburg I) gehört der Duisburger Süden und aus dem Stadtbezirk Mitte die Ortsteile Duissern, Neudorf-Nord und -Süd sowie Wanheimerort. Den Wahlkreis 61 (Duisburg II) bilden neben dem Stadtbezirk Rheinhausen die Ortsteile Alt-Homberg, Hochheide und Baerl. Zum Wahlkreis 62 (Duisburg III) zählen Meiderich / Beeck, Ruhrort, Altstadt, Neuenkamp, Kaßlerfeld, Dellviertel und Hochfeld. Den Duisburger Norden mit den Bezirken Walsum und Hamborn deckt der Wahlkreis 63 (Duisburg IV) ab.

Direkt oder über die Liste

Duisburg wird also auch künftig mindestens vier Landtagsabgeordnete stellen, denn die Bewerber mit den meisten Stimmen pro Wahlkreis sind direkt gewählt und ziehen in den Landtag in Düsseldorf ein. Daneben entscheiden die von den Wählern abgegebenen Zweitstimmen darüber, wer über die Parteienlisten zusätzlich in den Landtag kommt. 2005 war das zum Beispiel der Duisburger Holger Ellerbrock (FDP). Ellerbrock tritt auch 2010 wieder im Süd-Wahlkreis an. Durchaus Chancen werden auch Anna Conrads (Linke) eingeräumt, die in Meiderich / Beeck antritt und von ihrer Partei auf Listenplatz 7 gesetzt wurde. In allen vier Duisburger Landtagswahlkreisen gehen die Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke, die Tierschutzpartei und pro NRW an den Start. Dazu kommen die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo), das Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG) sowie der Einzelbewerber Peter Schlieper.

Raumprobleme

In der Vorbereitung mussten die Verantwortlichen aus dem für die Wahl zuständigen Amt für Statistik, Stadtforschung und Europaangelegenheiten bei der Suche nach Wahllokalen ein wenig improvisieren. Die Tatsache, dass am 9. Mai gleichzeitig Muttertag und Landtagswahl ist, sorgte für Raumprobleme. "Wir haben einige Wahllokale in Senioreneinrichtungen. Von dort haben wir Absagen bekommen, weil die Wahlräume für Muttertagsveranstaltungen benötigt werden", berichtet Christian Bottke vom Wahlamt.

Quelle: RP
 
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