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Duisburg
60 Jahre Golf-Idylle in Großenbaum

Duisburg: 60 Jahre Golf-Idylle in Großenbaum
Die grüne 60 zeigt's: Hier wird in diesen Tagen ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Vor sechs Jahrzehnten wurde in Großenbaum bereits der erste Golfball geschlagen. Am Samstag wird das Jubiläum des Niederrheinischen Golfclubs mit einem Schiffsausflug angemessen gefeiert. Von Volker Poley

Club-Präsident Thomas Wohlfahrt wirkte sehr zufrieden, als er zu einem kleinen Rundgang auf dem wunderschön angelegten Golf-Areal einlud. Die gepflegte Anlage des Niederrheinischen Golfclubs Duisburg in Großenbaum wirkte am frühen Vormittag geradezu idyllisch, der alte Baumbestand und die in voller Blüte stehenden Rhododendron-Büsche verstärkten den Eindruck zusätzlich. Vor 60 Jahren wurde hier der erste Golfball geschlagen, nun feiert man gebührend das Jubiläum der Platzeröffnung.

Gegründet wurde der Club im Jahr 1953, bereits 1954 wurde mit dem Bau des Platzes nach den Plänen des renommierten Wiesbadener Golfplatz-Architekten H.E. Gaertner begonnen. Erster Präsident war Klöckner-Chef Günter Henle, der den Umbau des ehemaligen Demag-Geländes in Großenbaum zu einem der schönsten Golfplätze der Region forcierte. Mittlerweile befindet sich das damals gepachtete Gelände im Vereinsbesitz. Äußerst ansprechend und gediegen wirkt das Clubhaus, das ebenfalls aus der Zeit der Vereinsgründung stammt und auch heute noch - nach vereinzelten Umbaumaßnahmen - allen Ansprüchen gerecht wird.

Sattes Grün: Die Anlage mit neun Löchern ist schon damals so angelegt worden, dass sie vielfach den heutigen Standards entspricht. FOTO: Christoph Reichwein (crei)

Architekt des Vereinsheims, dazu gehört auch die Gastronomie, war Professor Emil Fahrenkamp, der damals auch die Henle-Villa am Kaiserberg entworfen hat. "Die Platz- und Clubhausarchitektur war schon sehr weitsichtig", so Wohlfahrt, denn trotz eines "Re-Designs" des 30 Hektar großen Geländes vor zwölf Jahren ist der "eigentliche Charakter" des parkähnlichen Golfplatzes "im Grunde erhalten geblieben". Gespielt wird auf einem 9-Loch-Platz, die Runde für die männlichen Golfer beträgt dabei gut sechs Kilometer, während die Damen 500 Meter weniger zu absolvieren haben.

"Mit dem 9-Loch-Platz kommen unsere Mitglieder prima klar", erläutert der 62-jährige Club-Chef, "eine 18er-Bahn zu bespielen wäre gerade nach einem Arbeitstag schon ziemlich zeitaufwändig." Große Turniere können laut Thomas Wohlfahrt auch auf einem "Neuner-Platz" durchgeführt werden, den Regeln entsprechend werden dann zwei Runden gespielt. Wohlfahrt schätzt besonders die "familiäre Atmosphäre". Rund 550 Mitglieder hat der NGCD, davon spielen 300 aktiv Golf.

Neben dem Freizeitgolf wird auch in diversen Ligen erfolgreich Wettkampfsport betrieben. Zudem werden immer wieder Turniere organisiert, bei denen zahlreiche Vereinsmitglieder engagiert "mit anpacken". Turniere stehen auch im Jubiläumsmonat Mai im Mittelpunkt. Zu Pfingsten gab es das große Rhododendron- Turnier, beim Damenturnier zu Wochenbeginn war auch Wohlfahrts Tochter Julia am Start. Solange die Golf-Damen um den Turniersieg kämpften, kümmerte sich Präsidenten-Gattin Angelika um die fünfjährige Enkelin Charlotte.

Während Chef-Greenkeeper Georg Scheier von der Platzpflege zurückkam - insgesamt drei Mitarbeiter sorgen rundum für perfekte Spielbedingungen - baute die junge Restaurantpächterin Maximiliane Hoffmann, selbst Golfsportlerin, ein gemütliches "Outdoor- Kaffee-Buffet" auf, an dem sich die nach und nach eintreffenden Golferinnen stärken konnten. Weitere Turniere, bei denen alle Aktiven (und Gäste) eingebunden werden, sind schon fest terminiert.

Am Samstag wird das "Sechzigjährige" erst einmal mit einem Schiffsausflug angemessen gefeiert. Von Ruhrort aus geht es mit der angemieteten Rheinprinzessin" zum großen Feuerwerk anlässlich des Japan-Tags nach Düsseldorf.

Quelle: RP
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