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Duisburg
A40-Brücke: Schweißen rund um die Uhr

Duisburg: Die Sperrung der A40-Brücke
Duisburg: Die Sperrung der A40-Brücke FOTO: dpa, rwe fdt
Duisburg. Ganz Duisburg redet über die seit Wochen teilgesperrte A-40-Rheinbrücke. Die Redaktion hat jetzt in sie hineingeschaut. Und durfte die Schweißarbeiten beobachten, durch die das marode Bauwerk wieder flott gemacht werden soll. Die Teilsperrung der Rheinbrücke wird aber wohl noch länger dauern.

Direkt über unseren Köpfen donnert der Verkehr. Zwar dürfen seit gut vier Wochen nur noch Pkw die marode A 40-Rheinbrücke in Fahrtrichtung Essen benutzen. Doch wir stellen beim Ortstermin sehr schnell fest: Auch die erzeugen mächtig Lärm. Hier drinnen, im Inneren der Rheinquerung, kracht es jedes Mal ordentlich, wenn ein Auto die Brückenübergänge passiert. Und das geschieht quasi im Sekundentakt.

René Piehl hat sich an diesen Geräuschpegel gewöhnt. Der 43-Jährige arbeitet als Bauführer und Schweißaufsicht bei der Firma Schachtbau Nordhausen, die vom Landesbetrieb Straßen NRW mit den Reparaturarbeiten beauftragt wurde. Er ist ständig hier. Neonröhren leuchten die einzelnen Stahlkammern, in die das knapp 800 Meter lange Bauwerk unterteilt ist, spartanisch aus. Ist es Tag? Oder Nacht? Das können jene, die hier im Inneren arbeiten, nur erraten. "Das ist hier fast wie unter Tage", sagt Piehl. In zwei Schichten mit jeweils zehn Mitarbeitern werden die Risse unterhalb der Schrägstreben beseitigt. Diese sind für das Bauwerk derart gefährlich, dass keine andere Möglichkeit blieb, als den Schwerlastverkehr von der Brücke zu nehmen. Eine Maßnahme, die eigentlich fünf Wochen dauern sollte. Nun werden es wohl eine oder zwei mehr. Mindestens!

A40 - Darum ist die Pannen-Brücke kaputt FOTO: dpa, rwe htf

Den Grund für die Verzögerung benennt Imke Halbauer, die Leiterin der zuständigen Straßen-NRW-Niederlassung Krefeld: "Der Stahl der Brücke ist qualitativ schlecht. Er hat viele Unreinheiten." Unreinheiten? "Ja", sagt Halbauer. "Das sind Einschlüsse von Mangan, Phosphor, Sulfiden, Schwefel." Die sorgten dafür, dass die erste Schweißmethode mit Fülldraht nicht funktionierte. "Statt die Schadensstellen zu reparieren, sind immer neue Risse entstanden", erklärt René Piehl. Erst als mit einem anderen Schweißzusatzstoff gearbeitet wurde, einer basischen Elektrode, kamen die Sanierer zum gewünschten Ergebnis.

Nun arbeiten sich die Trupps Punkt für Punkt weiter. Und das von außen (über bewegliche Bühnen, die unter der Brücke hängen) und innen. Rund um die Uhr. 20 Schadensstellen sind es in Richtung Essen. Etwa die Hälfte ist beseitigt.

Die Lagesicherung wird angeschraubt und verschweißt. Dieses Provisorium trägt dann in der Folgezeit die Last des Brückenverkehrs, während die beschädigte Stützkonstruktion von innen und außen saniert wird. FOTO: Stephan Eickershoff
Quelle: RP
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