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A40-Brücke in Duisburg
Rheinbrücke voraussichtlich ab 17. August wieder frei

Die gesperrte A40-Rheinbrücke
Die gesperrte A40-Rheinbrücke FOTO: dpa, mg vge
Duisburg. Die Vollsperrung der A40-Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg kann voraussichtlich ab nächster Woche Donnerstag aufgehoben werden. Das hat Verkehrsminister Hendrik Wüst am Mittwoch bekanntgegeben.

"Nach der Freigabe können Autos und Lkw wieder auf zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung die Brücke passieren", sagte er. Am Donnerstag, 17. August, ab fünf Uhr sollen die Fahrbahnen wieder frei sein. "Das aktuelle Beispiel zeigt, was passiert, wenn eine überlastete Infrastruktur so lange stiefmütterlich behandelt wird", sagte Minister Wüst.

Brücke soll täglich geprüft werden

Die viel befahrene Brücke Neuenkamp bei Duisburg ist seit Mittwoch vergangener Woche wegen eines Risses in einer Seilverankerung in beide Richtungen für Autos und Lastwagen gesperrt. Bei der Überprüfung der Brücke aus dem Jahr 1970 wurden mehr als 50 Risse gefunden. Wegen der Sperrung kam es zu kilometerlangen Staus und die Umwege haben vor allem bei Speditionsunternehmen zu hohen Kosten geführt

Sperrung der A40-Rheinbrücke bei Duisburg auf unbestimmte Zeit

Die Prüfung des Bauwerkes, insbesondere der sensiblen Bereiche, soll auch nach Öffnung weitergehen, sagte Wüst. Auch wenn die Brücke für den Verkehr wieder freigegeben wird, könne niemand absehen, ob künftig neue Schäden entdeckt werden. Insbesondere die jetzt reparierten Schäden sollen täglich in Augenschein genommen werden. Außerdem sollen alle 14 Tage die Verantwortlichen tagen, um für den Fall weiterer Sperrungen neue Konzepte für Umleitungen zu erarbeiten.

Der Verkehrsminister kündigte an, ähnlich wie bei der ebenfalls ramponierten Leverkusener Rheinbrücke eine Waage und eine Sperranlage für überladene Lastwagen installieren zu lassen. Während sich die Leverkusener Schranken vor Fahrzeugen schließen, die ein Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen haben, sprach Wüst in Duisburg lediglich von "rechtswidrig überladenen Lkw", die vor der Brücke gestoppt und abgeleitet werden sollten.

Oberbürgermeister will Verkehrskollaps verhindern

Oberbürgermeister Sören Link mahnte, bis zur Öffnung der Brücke die Umleitung des Lkw-Verkehrs zu planen: "Für den Logistikstandort Duisburg ist ein funktionierendes Straßennetz unerlässlich. Wir brauchen eine weiträumige und leicht verständliche Umleitung für den LKW-Durchgangsverkehr, damit dieser nicht zusätzlich den innerstädtischen Verkehr belastet", sagte Link. 

"Hierzu bedarf es außerdem einer Regelung und Kontrolle an den relevanten Stellen, sodass nur noch solche LKW die Autobahn verlassen, deren definiertes Ziel im Duisburger Stadtgebiet liegt. Ich erwarte außerdem eine maximale Beschleunigung der erforderlichen Arbeiten zum Neubau der Autobahnbrücke. Nur so kann der Verkehrskollaps verhindert werden." 

Straßen.NRW nutzt derzeit die Vollsperrung, um die Fahrbahn in Richtung Venlo zu sanieren.

(veke)
 
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