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Duisburg
Lkw bricht durch die Mittelleitplanke

A40 bei Duisburg: Laster knallt durch Leitplanke
A40 bei Duisburg: Laster knallt durch Leitplanke FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Für erhebliche Verkehrsbehinderungen hat am Mittwoch ein Unfall auf der A40 zwischen den Autobahnkreuzen Kaiserberg und Duisburg (Anschluss A 59) gesorgt. Gegen Mittag war dort ein Lkw durch die Mittelleitplanke gebrochen. Von Christoph Reichwein und Hildegard Chudobba

Gegen 13 Uhr ging gestern über Duisburg ein gewaltiger Platzregen mit starker Sichtbehinderung nieder. Innerhalb von Minuten stand das Wasser auf den Straßen, weil die Gullys die Mengen nicht so schnell schlucken konnten. Ob dieses kurze Unwetter oder ein anderer Grund die Ursache dafür war, dass ein polnischer Lkw-Fahrer die Kontrolle über sein schweres Fahrzeug verlor, wird zu klären sein.

Der Brummi-Fahrer war aus Essen gekommen und auf der A40 in Richtung Venlo unterwegs. Kurz vor der Abfahrt auf die A59 geriet der Lastwagen ins Schleudern, rutschte über die Fahrspuren, durchbrach die Mittelleitplanke und kam verdreht auf der linken Spur der Gegenrichtung zum Stillstand. Einem Zufall ist es zu verdanken, dass dort gerade keine Autos fuhren. Der Lkw-Fahrer blieb bei dem Crash unverletzt, und auch ansonsten kamen keine Person zu Schaden.

Vor den alarmierten Rettungsmannschaften breitete sich ein Bild der Zerstörung aus. Quer über alle Fahrspuren der Autobahn in Richtung Essen lagen verteilt über mehrere hundert Meter Trümmerteile. Was allerdings wesentlich folgenschwerer war: Beide Tanks des Lkw waren bei der Karambolage geplatzt, so dass Hunderte Liter Diesel auf die Straße liefen und von dort in die Gullys bzw. ins Erdreich. Die Feuerwehr hatte zwar schon jede Menge Abstreumittel mitgebracht, musste aber noch mehr von dem rötlichen Bindemittel anfordern.

Während der Verkehr auf der A40 in Richtung Essen relativ schnell zumindest über zwei Spuren (die linke wurde gesperrt) wieder rollte, bildete sich in Gegenrichtung ein langer Stau über mehrere Kilometer. Die Fahrtzeit verlängert sich dadurch für die Betroffenen um bis zu eineinhalb Stunden. Die Autobahnpolizei leitete die Autofahrer über die Standspur an der Unfallstelle vorbei, weil alle drei Fahrspuren gesperrt werden mussten. Der Verkehr rollte dort nur langsam in Richtung Essen, unter anderem, weil immer wieder Gaffer abbremsten, sich die Unfallstelle anschauten und mit ihren Handys fotografierten. Die Autobahnpolizei orderte schließlich Sichtschutzzäune, wie sie seit wenigen Wochen in solchen Fällen aufgebaut werden. Von dem Unfall betroffen war Stunden später auch noch der nachmittägliche Berufsverkehr. Denn die Aufräumarbeiten, vor allem aber die Bergung des mit Möbeln beladenen Lastwagens, dauerten Stunden. Weil die Zugmaschine sich gedreht und in Fahrtrichtung Essen stand, der Anhänger aber zum Teil noch in die linke Fahrspur in Richtung Venlo ragte, musste das fast 17 Meter lange Gespann erst in die richtige Position gebracht werden, um es abschleppen zu können. Dafür musste die Autobahn vorübergehend in Richtung Essen gesperrt werden.

Quelle: RP
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