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Duisburg
Ab Freitag rückt der Winter an

Duisburg: Ab Freitag rückt der Winter an
Duisburg, 24. Januar 2015: An diesem Tag hatte der Winter die Stadt im Griff. Wenn's wieder weiß wird, sind die Wirtschaftsbetriebe vorbereitet. FOTO: Reichwein
Duisburg. Das Thermometer soll ab heute deutlich fallen - der Winterdienst ist vorbereitet. 8000 Tonnen Salz haben die Wirtschaftsbetriebe in Hallen auf Lager. Von Isabell Schnell

Lange hat der Winter auf sich warten lassen. Pünktlich zum Start des Duisburger Weihnachtsmarktes sieht es nun aber doch so aus, als ob er sich langsam aber sicher nähert. Zumindest fallen ab heute die Temperaturen spürbar, sagen die Meteorologen. Ab Samstag könnte es Frost geben. Die Duisburger Wirtschaftsbetriebe sind gewappnet für einen möglichen Kälteeinbruch. Für die aktuelle Wintersaison, die bei ihnen von Mitte November bis Mitte März "eingeplant" ist, haben sie in einer Halle in Hochfeld und einer weiteren in Meiderich 8000 Tonnen Salz eingelagert, wie Sarah Mdaghi, Sprecherin der Wirtschaftsbetriebe erklärt. Zum Vergleich: Der Salzverbrauch in der vergangenen Wintersaison (2014/2015) lag bei 2000 Tonnen.

Doch wie läuft das Prozedere im Fall der Fälle? "Wir erhalten passgenaue Wetterberichte immer einen Tag vorher und passen die Planung an die Bedingung an", so Mdaghi. Kontrollfahrten werden ab zwei Grad über Null durchgeführt. Drohen Schnee und Eis, rücken die Fahrzeuge aus. 20 Großstreuer für die Fahrbahnen und 22 Kleinstreuer (Geh-, Rad- und Überwege) stehen zur Verfügung. Hinzu kommen 59 sogenannte Kolonnenwagen, mit denen auf den Gehwegen manuell gestreut werden kann. Dabei wird im Bedarfsfall im Zwei-Schicht-System gearbeitet. Insgesamt sind 280 Mitarbeiter in den Winterdienst eingebunden. Fallen morgens die ersten Flocken, sind die Räumtrupps ab 4.40 Uhr unterwegs.

Die Winterwartung der Straßen, für die die Wirtschaftsbetriebe zuständig sind, erfolgt nach der Verkehrsbedeutung der Straßen. Zuerst werden Hauptverkehrsstraßen, die für den öffentlichen Personennahverkehr relevanten Straßen und auch das Gefahrgutnetz gesichert. Sie alle haben die Dringlichkeitsstufe eins. In Stufe zwei Folgen weitere Rettungswege, Stufe drei sind Wege von untergeordneter Bedeutung (z.B. Zulieferverkehr). 40 Prozent der Straßen in Duisburgs sind in eine der Dringlichkeitsstufen eingruppiert. Auf allen anderen erfolgt kein Winterdienst der Wirtschaftsbetriebe. Bei anhaltenden Schneefällen ist es möglich, dass Straßen der ersten Stufe mehrmals hintereinander angesteuert werden müssen, erst danach werden die Wege der Stufe 2 und 3 angefahren.

Was für den Winterdienst gilt, gilt auch für Anlieger. Auch sie müssen tätig werden. Schnee und entstandene Glätte müssen in der Zeit von 7 bis 20 Uhr unverzüglich beseitigt werden (es sei denn, es schneit unaufhörlich). Für Schnee und Glätte nach 20 Uhr gilt: Bis 7 Uhr (Werktage) beziehungsweise 9 Uhr (Sonn- und Feiertage) am Folgetag muss geräumt sein.

Zum Streuen der Gehwege können Asche, Sand, Sägemehl, Splitt oder Granulat verwendet werden. Die Verwendung von Salz oder anderen auftauenden Stoffen ist in unserer Stadt grundsätzlich verboten. Es gibt allerdings Ausnahmen: In klimatischen Ausnahmefällen - wie zum Beispiel Eisregen, wenn also sonst keine ausreichende Streuwirkung zu erzielen ist - oder an gefährlichen Gehwegabschnitten (zum Beispiel Treppen, Rampen, Brückenauf- und abgänge oder ähnlichem) darf Salz eingesetzt werden. Begrünte Flächen dürfen nicht mit auftauenden Materialien bestreut werden.

Zudem ist darauf zu achten, dass der geräumte Schnee nicht den Verkehr oder den Wasserabfluss behindert. Dazu bitten die Wirtschaftsbetriebe die Bürger immer wieder um Mithilfe bei der Müllabfuhr: Die Wege zu den Abfallbehältern sollten schneefrei gehalten werden.

Weitere Informationen rund um Eis und Schnee gibt es auch auf der Homepage der Wirtschaftsbetriebe (www.wb-Duisburg.de) im Bereich Geschäftsfelder/Stadtreinigung/Winterdienst.

Quelle: RP
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