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Duisburg
Adventskalender: 24 Türchen der besonderen Art

Duisburg. Im Stadtteil Duissern organisiert das evangelische Bildungswerk zum zweiten Mal einen "lebendigen Adventskalender". Von Jan Luhrenberg

Normalerweise ist ein Adventskalender für Kinder und mit Schokolade, anderen Süßigkeiten oder mit Spielzeug gefüllt. Nicht aber in Duissern - in der Zeit vom 1. bis zum 24. Dezember wird es wie im vorherigen Jahr einen Adventskalender geben, der Menschen allen Alters zusammenbringt.

Ein "lebendiger Adventskalender" lebt davon, dass sich Menschen in gemeinsamer Aktion auf die besinnliche Weihnachtszeit einstimmen wollen. Dazu öffnet sich an jedem Dezembertag bis Heiligabend die Tür einer Einrichtung, die in Duissern ansässig ist - etwa von einem Kindergarten oder der Jugendhilfe. Gemeinsam können anwesende Bürger dann unter anderem Geschichten hören, Theaterstücke sehen, basteln oder Lieder singen. An 22 der insgesamt 24 Tage wird in Duissern eine Tür geöffnet und damit an mehreren Tagen als im vergangenen Premierenjahr. An den zwei übrigen Terminen ist entweder Rote-Mützen-Tag (11.12), der schon im vergangenen Jahr gut angekommen ist. Am 17. Dezember sind die Duissener Bürger zudem angehalten, eine Person anzurufen, mit der sie lange nicht gesprochen haben.

Daran wird auch das Motto der Initiative deutlich: Das Miteinander soll gestärkt werden. "Die Leute sollen gerade in der dunklen, einsamen Jahreszeit gemeinsam vor die Tür gehen und sich begegnen", sagt Maike Großmann vom evangelischen Bildungswerk. Das Miteinander der ansässigen Einrichtungen, die sich nicht zuletzt auch in der Ortsteilkonferenz bündeln, machte den "lebendigen Adventskalender" erst möglich. "Eine einzelne Einrichtung alleine hätte das niemals stemmen können", erklärt Konrad Junkers, stellvertretender Bezirksbürgermeister von Duissern und Schirmherr des Kalenders.

Wenn nicht anders angegeben, beginnen alle Veranstaltungen aus dem Adventskalender um 17 Uhr. Am 1. Dezember können zu dieser Zeit im Gebäude der Lutherknirpse an der Martinstraße Lebkuchenfiguren aus Fotokarton gebastelt werden. Am Nikolaustag werden in der Kita St. Elisabeth an der Duissernstraße Nikolauslieder gesungen - dann aber schon ab 14.30 Uhr.

Vier neue Einrichtungen gehören in diesem Jahr zu den 24 Türen. Der Polizeisportverein an der Futterstraße lädt am 12. Dezember zu Kaffee und Kuchen. Am 15. Dezember lädt die Bürgerinitiative Goerdeler Park zu einem gemeinsamen Baumschmücken im Park ein, wobei jeder ein persönliches Schmuckstück mitbringen kann. Der St. Sebastianus Schützenverein veranstaltet einen Tag später von 16 bis 18 Uhr einen Spielnachmittag im Pfarrsaal. Am 22. Dezember wird der in Duissern bekannte Musiker Buddy Olli auf dem Marktplatz durch eine Weihnachtsbäcker-Singspielaktion leiten. An Heiligabend selbst findet ab 16 Uhr ein Gottesdienst mit Kinderchor und Krippenspiel in der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg an der Martinstraße statt. Junkers erwartet auch in diesem Jahr wieder großen Zulauf, nach dem schon im vergangenen Jahr viele Menschen die Angebote des "lebendigen Adventskalenders" genutzt haben. "Da sind rund 20 bis 30 Personen am Tag gekommen", so der stellvertretende Bezirksbürgermeister. Einen Wunsch haben die Initiatoren des Kalenders aber noch: Auch die Flüchtlinge aus der Memelstraße, die für ihre Deutschkurse in das evangelische Bildungswerk kommen, sollen von der Idee erfahren und diese wahrnehmen. Denn dabei werde ein Stück deutsche Kultur vermittelt.

Den Adventskalender mit all seinen Stationen gibt es im Internet unter www.duissern.net/advent. Er soll spätestens ab dem 1. Dezember abrufbar sein. Ansonsten liegt der Flyer in jeder teilnehmenden Einrichtung aus.

Quelle: RP
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