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Duisburg
Alle Bewerber hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung

Duisburg. Das Interesse an einer Wahl lässt sich am besten an der Höhe der Wahlbeteiligung ablesen. Und die ist in unserer Stadt bei der Bundestagswahl erfahrungsgemäß immer höher als bei anderen. Doch im Vergleich zu anderen Kommunen im Land schneidet Duisburg da nicht sonderlich gut ab.

Vor vier Jahren waren 337.326 Duisburger wahlberechtigt. 67,4 Prozent machten von ihrem demokratischen Recht gebrauch. Das war zwar etwas mehr als vier Jahre zuvor, aber in Dortmund (68,1), Essen (71,3) oder auch in Mülheim (75,1) zeigten die Bürger 2013 deutlich weniger Wahlmüdigkeit. Der Bundesdurchschnitt lag übrigens bei 71,5 Prozent.

Erfahrungsgemäß profitiert die SPD hier bei uns von einer hohen Wahlbeteiligung. Denn sie hat in unserer Stadt die größte Anhängerschaft, konnte sie zuletzt aber nicht mehr so mobilisieren wie zum Beispiel in den 1980er oder 90er Jahren. Vor wenigen Monaten bei der Landtagswahl erlebte sie zudem, dass die Stimmung zu ihren Ungunsten kippte. Da nutzte es auch nichts, dass der zu diesem Zeitpunkt noch hoch-gesetzte Kanzlerkandidat Schulz zwei Tage vor der Abstimmung auf dem König-Heinrich-Platz einen Auftritt hatte. Das Interesse an ihm war eher verhalten.

Die Kandidaten der demokratischen Parteien freuen sich allerdings durch die Bank über eine hohe Wahlbeteiligung als Indiz dafür, dass die Bürger ihr demokratisches Recht zu schätzen wissen und auch ernst nehmen. In der Vergangenheit war es stets so, dass der Süd-Wahlkreis dabei stets die Nase vorne hatte gegenüber dem Nord-Wahlkreis mit den vielen Stadtteilen, die schwierige Sozialstrukturen aufweisen.

(hch)
 
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