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Duisburg
Anlieger müssen Umwege machen

Duisburg. Betroffene hätten am liebsten die Kölner Straße wieder zurück.

Hinter dem Polizeipräsidium in Richtung Karl-Lehr-Straße werden in absehbarer Zeit viele (Neu-) Bürger in Wohnungen und Häuser einziehen, die dort gebaut werden. Die innenstadtnahe Lage ist ausgezeichnet. Doch die Anbindung des Wohngebiets ist es nicht. Denn wer aus Richtung Innenstadt über die Düsseldorfer Straße dorthin gelangen will, muss Umwege in Kauf nehmen.

Vor dem Polizeipräsidium dürfen lediglich Einsatzfahrzeuge nach links (in Richtung City) und rechts (in Richtung Süden) abbiegen, Anwohner hingegen nicht. Für die Polizei wurde vor einiger Zeit extra eine Bedarfsampel gebaut, für die Bewohner der Siedlung nicht. Kommen sie aus der Innenstadt, müssen sie bis zur Karl-Lehr-Straße fahren, dort eine Kopfwende vollziehen und können dann zurück, um hinter dem Polizeipräsidium nach rechts in ihre Siedlung abzubiegen. "200.000 Euro hätte eine Ampel an der Curtiusstraße gekostet", sagt Bernd Melisch, der in der Siedlung wohnt.

Die Verwaltung hatte ihre Absage unter anderem damit begründet, dass dann an der Düsseldorfer Straße auch eine Linksabbiegespur eingerichtet werden müsse, was angesichts der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich sei. Durch die Neubebauung sehen Melisch und seine Nachbarn die Probleme noch größer werden.

"Wir hätten gerne unsere Kölner Straße zurück", sagt er. Die führte früher von der Mercatorstraße parallel zur A 59 in das Wohngebiet. Durch den Umbau der Stadtautobahn wurde die Durchfahrt gekappt. Alle Versuche, bei der Stadt eine Veränderung der Verkehrssituation herbei zu führen, verliefen im Sande.

Doch Melisch und seine Nachbarn wollen nicht einfach aufgeben und versuchen immer wieder, bei der Stadt Gehör zu finden. Möglicherweise könnte der Umstand, dass an der Mercatorstraße eine neue Feuerwehrwache und ein Autohaus gebaut werden sollen, zum Anlass genommen werden, die Verkehrsführung in die Siedlung noch einmal zu überdenken. Denn seitlich dieser Betriebsgrundstücke wäre zumindest auf der Seite zur A 59 Platz genug, um eine Anliegerstraße in das Wohngebiet anzulegen.

(hch)
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