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Duisburg
Arbeitslosenquote klettert auf 13,5 Prozent

Duisburg. Die Arbeitslosenquote in Duisburg ist im Januar von 13,0 auf 13,5 Prozent gestiegen. Ulrich Käser, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit an der Wintgensstraße, hat offenbar damit gerechnet. "Der saisonübliche Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn ist in diesem Januar trotz zusätzlicher Belastungen durch Zuwanderung und Flüchtlinge moderater als in den Vorjahren ausgefallen", sagt er. Ende Januar suchten 33.512 Duisburger einen Job, fast 900 mehr als im Januar des Vorjahres oder 3,9 Prozent mehr als im Dezember.

Die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) stieg von 1,9 auf aktuell 2,1 Prozent (5236 Duisburger). In der Grundsicherung (SGB II) stieg die Quote im Januar gegenüber dem Vormonat von 11,1 Prozent um 0,3 Prozentpunkte und liegt aktuell bei 11,4 Prozent. Im Januar des Vorjahres lag sie noch bei 10,8 Prozent. 28.276 Personen beziehen hier ihren Unterhalt zum Leben. Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Januar um 625 oder 11,8 Prozent höher ausgefallen als im Vormonat. Die Zahl der Zugänge hat sich dadurch von 5280 im Dezember auf jetzt 5905 erhöht. Auf der anderen Seite: Im Januar nahmen 1154 Personen wieder eine Erwerbstätigkeit auf, zwei Prozent weniger als im Dezember. Die Arbeitslosigkeit zunächst einmal hinter sich ließen 4720 Duisburger, 329 weniger als im Dezember, aber 458 mehr als im Januar 2015. Die schwächere Kräftenachfrage zum Jahresanfang gehört für Ulrich Käser zur üblichen saisonalen Entwicklung des Arbeitsmarkts: "Der Personalbedarf der Unternehmen kommt erst in den Folgemonaten wieder so richtig in Fahrt. Aktuell zeigt sich die Verfassung des Arbeitsmarkts aber weiterhin robust."

Für den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit im Januar gibt es für Ulrich Käser mehrere Ursachen: "Da ist einmal der übliche saisonale Anstieg durch auslaufende befristete Beschäftigungen des Weihnachtsgeschäfts, daneben erste Arbeitslosmeldungen durch das Ende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen. Da sind aber auch immer mehr Arbeitslosmeldungen von Flüchtlingen nach Abschluss des Asyl-Anerkennungsverfahrens." Ein großer Teil von ihnen ist unter 25 Jahre. Mit 2701 Personen waren im Januar 130 oder 5,1 Prozent mehr junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im Dezember. Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen erhöhte sich im Januar weiter. Sie liegt aktuell bei 9.434. Im Berichtsmonat waren 11.196 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies sind 502 oder 4,7 Prozent mehr als im Vormonat und 12,8 Prozent mehr als im Januar 2015. "Hier müssen wir in den kommenden Monaten mit weiter steigenden Zahlen rechnen", so Ulrich Käser.

Deutlich angestiegen ist zudem die Zahl der Langzeitarbeitslosen. 15.923 fallen darunter. Der aktuelle Wert liegt um 9,5 Prozent über dem des Vorjahresmonats, so die Agentur. Sie sieht trotz des augenblicklich hohen Niveaus der Arbeitslosenzahlen positive Indikatoren für die kommende Entwicklung. Käser: "Im Vergleich zu den Vorjahren haben wir in diesem Januar gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich weniger Zugänge aus einer Erwerbstätigkeit bei gleichzeitig mehr Arbeitsaufnahmen aus Arbeitslosigkeit heraus. Dies hat bewirkt, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar in diesem Jahr erkennbar geringer ausgefallen ist als in den Jahren zuvor."

(hch)
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