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Duisburg
Arbeitsmarkt mangelt es an Dynamik

Duisburg. Die Arbeitslosigkeit in Duisburg ist im November zwar leicht gestiegen, aber die Quote liegt unverändert bei 12,6 Prozent. Besonders schwer haben es unqualifizierte Arbeitssuchende und Ausländer. Von Hildegard Chudobba

31.385 Duisburger waren im November ohne Job und damit 75 mehr als im Oktober. Nicht eingerechnet darin sind allerdings die Umschüler, diejenigen, die in Qualifizierungsmaßnahmen stecken oder an Aktivierungsseminaren teilnehmen. Würden die rund 9500 Teilnehmer an solchen Maßnahmen noch hinzugerechnet, läge die Arbeitslosenquote bei über 16 Prozent.

Ulrich Käser, Chef der Arbeitsagentur in Duisburg, beurteilt den Arbeitsmarkt derzeit als "nicht sonderlich dynamisch". Denn es wurden weniger freie Stellen gemeldet als noch im Oktober. "Bei dem Verhältnis vom Bestand gemeldeter Stellen zu Arbeitslosen ist ein Blick auf das Anforderungsniveau im Zielberuf besonders interessant. Im Helfer-Bereich kommen in Duisburg auf eine freie Stelle rund 35 arbeitslos gemeldete Menschen." Werden Fachkräfte gesucht, dann kämen auf eine Stelle nur 4,3 arbeitslose Bewerber "Auf Dauer können hier nur präventive Ansätze helfen, die in der Schule beginnen", urteilt Käser mit Blick auf den Fachkräftemangel. Noch schwerer haben es Ungelernte ohne deutschen Pass. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer lag Ende November bei 11.117.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze betrug vor einigen Jahren noch rund 155.000. Inzwischen sind es annähernd 166.000 (Stand März 2016). Vor allem in den Bereichen Heime/Sozialwesen und wirtschaftliche Dienstleistungen war der Anstieg deutlich. Im Baugewerbe oder im verarbeitenden Gewerbe sind hingegen immer weniger Duisburger aktiv. Dass der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze nicht mit einer deutlichen Entspannung auf dem Duisburger Arbeitsmarkt einhergeht, ist auf die Pendlerbewegungen zurückzuführen. Zwar fahren nach wie vor tausende Duisburger zum Arbeiten aus der Stadt heraus, aber immer mehr Menschen aus dem Umland haben einen Job in unserer Stadt.

Mit 2.886 Personen waren im November 75 oder 2,5 Prozent weniger junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im Oktober (2.961), so die Agentur für Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen allerdings um 15 Prozent über dem Wert von November 2015 (2.509).

Die Zahl der über 50 Jahre alten Arbeitslosen sank im November leicht auf aktuell 8.600 (Vormonat 8.640) und verringerte sich um 337 (-3,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert (8.937). Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im November im Vergleich zum Vormonat von 4.927 auf jetzt 4.906.

Besonders betroffen ist von der Arbeitslosigkeit der Agentur-Bezirk Hamborn. 14.300 Menschen waren hier Ende November als arbeitssuchend registriert. Die Schließung der Agentur-Filiale zum Jahreswechsel hatte die Zentrale an der Wintgensstraße unter anderem damit verbunden, dass den Arbeitssuchenden in Duissern gezielter geholfen werden könne.

Quelle: RP
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