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Duisburg
Auf der Kö werden Betonsteine verlegt

Duisburg: Auf der Kö werden Betonsteine verlegt
Kaputte Platten wurden in der Vergangenheit auf der Königstraße einfach durch Teer ersetzt. FOTO: Christoph Reichwein (crei)
Duisburg. Die Sanierung des maroden Pflasters auf Duisburgs wichtigster Einkaufsmeile wird in vier Abschnitten realisiert. Von Hildegard Chudobba

Quasi auf den letzten Drücker legte die Stadtverwaltung gestern den Mitgliedern der Bezirksvertretung Innenstadt eine Vorlage vor, in der es um die Sanierung der Königstraße geht. Das Gremium tagte gestern Nachmittag. Beschlossen werden die darin vorgeschlagenen Maßnahmen allerdings erst vom Rat der Stadt, geplant in der Sitzung am 29. Februar.

Bekanntlich hat es die Königstraße bitter nötig, aufgehübscht zu werden. Die nach dem U-Bahn-Bau auf der Fußgängerstraße verlegten Platten zeigen unübersehbar Spuren hoher Beanspruchung. Etliche waren bereits so defekt, dass sie herausgenommen werden mussten. In die Lücken floss dann Asphalt, weil Ersatzplatten zu teuer gewesen wären.

In den kommenden vier Jahren sollen nun die Bauarbeiter der Straße abschnittsweise zu Leibe rücken. Pro Jahren stehen dafür 500 000 Euro zur Verfügung. Geplant ist, die heutigen großformatigen Natursteinplatten in dem Bereich, in dem die Lastwagen für die Warenlieferungen fahren dürfen, gegen Betonsteinpflaster auszutauschen wie es auch auf dem Portsmouthplatz verlegt worden ist bzw. verlegt werden wird. Farbton: Palladiumsilber. Die unbeschädigten Gehwegplatten, die dann herausgenommen werden, will die Stadt einlagern und zur Ausbesserung an anderen Stellen verwenden. Betonsteinpflaster sei nur rund die Hälfte so teuer wie neue Platten. Beibehalten werden die Ziegelpflastersteine zwischen den Bäumen und Bänken.

Im ersten Abschnitt werden die Bauarbeiter auf der Königstraße zwischen Kuhtor und Düsseldorfer Straße (Niki-Brunnen) anrücken. Danach folgt der Teil zwischen Steinscher Gasse und Kuhtor (Nordseite) sowie zwischen König-Heinrich-Platz und Landgerichtsstraße bzw. Averdunkplatz. In der dritten Phase ist der Teil der Kö von der Straße Am Burgacker bis zur Einmündung Clauberg Straße an der Reihe (ebenfalls Nordseite). Auch der südliche Bereich zwischen Tonhallenstraße und Averdunkplatz wird dann gemacht. Zum Schluss stehen noch die Sanierungsarbeiten zwischen Steinscher Gasse und Kuhstraße auf der Südseite und zwischen Kuhtor und Düsseldorfer Straße (Nordseite) an. Die Kreuzung Kö/Düsseldorfer Straße ist ebenfalls zum Schluss an der Reihe.

Ende 2019 sollen die Arbeiten beendet sein. "Um die Attraktivität der Königstraße darüber hinaus weiter zu steigern soll im Rahmen der Fortschreibung des integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt ein Gesamtkonzept zur Um- bzw. Neugestaltung der Königstraße erstellt werden, um somit die Realisierung weiterer zukünftiger Maßnahmen durch Fördergelder zu unterstützen", kündigt die Verwaltung an. Vorrangiges Ziel sei es dabei, dass vorhandene Mobiliar (Bänke, Fahrradständer, Müllbehälter, Leuchten, usw.) zu vereinheitlichen und sinnvoll neu zu ordnen. Ebenso werde die Aufenthaltsqualität der Königstraße gesteigert. Ausgearbeitete Konzepte würden zu gegebener Zeit zur Entscheidung vorgelegt.

Durch die abschnittsweise Sanierung wird Raum dafür geschaffen, auf der Königstraße auch während der Bauzeit Feste und Partys durchzuführen.

Quelle: RP
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