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Duisburg
Ausgebrannte Halle vor dem Abriss

Duisburg. Nach dem Brand an der Grundschule sucht die Polizei nach den Tätern. Von Daniel Cnotka

Das zunächst festgenommene Paar erwies sich als unschuldig. Erfahrene Feuerwehrleute und auch Polizisten, die bei Bränden vor Ort sind, haben in der Regel bereits sehr frühzeitig einen Verdacht in Sachen Brandursache. Bei der zerstörten Turnhalle an der Hochheider Ottostraße waren sie bereits während der Löscharbeiten - 90 Wehrleute waren am Samstagabend vor Ort - von Brandstiftung ausgegangen. Ein Verdacht, der sich gestern bestätigen sollte. "Der Brandsachverständige der Staatsanwaltschaft war vor Ort, ein Brandmittelspürhund war ebenfalls im Einsatz", erklärt Polizei-Sprecher Joachim Wawrzeniewski. Sämtliche Zweifel seien ausgeräumt, man habe eindeutige Spuren gefunden und könne sicher von Brandstiftung ausgehen. Details mochte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht verraten. Er sagte aber, dass ein am Samstag festgenommenes Pärchen (19,23) wieder auf freiem Fuß sei, es bestehe kein Tatverdacht. Mögliche Zeugen, die am Samstag Beobachtungen rund um die Ottoschule gemacht haben, wenden sich unter der Telefonnummer 0203 2800 an das Kriminalkommissariat 11 der Polizei. Ebenso vor Ort waren am Montag Experten des Immobilienmanagements Duisburg (IMD), dem städtischen Tochterunternehmen gehört die Turnhalle. "Wir gehen davon aus, dass die Halle abgerissen werden und neu aufgebaut werden muss", so Stadt-Sprecherin Gabi Priem. Zur Schadenshöhe könne man nach einem ersten Termin vor Ort mit der Versicherung am heutigen Dienstag etwas sagen.

Wie es nach dem Sommerferien weitergeht mit dem Turnunterricht für die 200 Mädchen und Jungen der Ottoschule, ist noch völlig unklar. Die Schulleitung hielt sich diesbezüglich bedeckt, man wolle erst das Ende der Ermittlungen abwarten, bevor man sich zu weiteren Plänen äußere.

Die in der Halle beheimateten Sportvereine Amateur-Box-Club Homberg 23, Homberger TV, Kwoon Homberg, Ski-Klub-Homberg, SV Haesen/Hochheide 1953 und VfB Homberg sollen sich mit DuisburgSport in Verbindung setzen. Die Stadt bemühe sich trotz der angespannten Lage bei den Hallenkapazitäten um die schnelle Bereitstellung alternativer Räume, heißt es aus dem Duisburger Rathaus.

Quelle: RP
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