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Duisburg
Ausstellung erinnert an Dieter Pirdzun

Duisburg. Gerhard Losemann, Doyen der Duisburger Künstler, ist seit 1977 Vorsitzender der Duisburger Sezession und bewahrt nebenbei Nachlässe Duisburger Künstler. Kürzlich gingen über 200 dieser Werke bei einem Wasserschaden in einem Schulgebäude verloren, darunter die von Wilhelm Wiacker geschaffenen Intarsien-Türen der alten Mercatorhalle. Von Ingo Hoddick

Der größte Teil der Nachlässe lagert aber seit zweieinhalb Jahren in Losemanns Archiv-Galerie "DU/ART" am Dellplatz 8. Dort sind nun für voraussichtlich drei Monate Skulpturen, Objekte und Zeichnungen von Dieter Pirdzun (1951-1987) zu sehen, mit dem Losemanns ebenso unfreiwillige wie leidenschaftliche Beschäftigung mit den Nachlässen begann. Selbst besaß er jetzt kaum noch Arbeiten dieses Künstlers, bekam aber zuletzt einige durch Pirdzuns zwei Söhne. Besonders bekannt war der gelernte Schlosser und künstlerische Autodidakt für seine Stahlskulpturen aus weggeworfenen Metallteilen. Manche sind sinn- und zweckfreie Maschinen à la Tinguely, bei denen man aber selber kurbeln muss. Ein Blickfang am Eingang sind Pirdzuns "Streitwagen", eine Leihgabe des Lehmbruck-Museums. Ebenso verspielt und witzig erscheinen im hinteren Raum die Fotos seiner Kunstaktionen, bei denen eine seiner Skulpturen das damalige Duisburg entdeckte, unter anderem im Dialog mit der "Knieenden".

Geöffnet ist die sehenswerte Schau bei freiem Eintritt donnerstags und freitags von 18 bis 21 Uhr.

Quelle: RP
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