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Duisburg
Azubis machen beim "Fun Race" auf dem Alsumer Berg mit

Duisburg. Matijas Zovko hat der Seifenkisten-Virus befallen. Der junge Mann arbeitet gerade mit rund 60 anderen Auszubildenden im Technikzentrum Duisburg von Thyssen Krupp Steel Europe an drei solchen Fahrzeugen Marke Eigenbau. "Es ist das erste Mal, dass wir eine Seifenkiste bauen, und sie hat uns schon oft vor Herausforderungen gestellt. Wir haben aber alle großen Spaß an dem Projekt und lernen durch die Teamarbeit sehr viel voneinander", betont Zovko. Eine noch größere Herausforderung wird es dann sein, wenn die Azubis mit ihren fahrenden Kisten selbst beim Rennen am letzten August-Wochenende in Duisburg an den Start gehen.

Der Alsumer Berg bietet nicht nur einen guten Ausblick auf Hochöfen und Stahlwerke im Duisburger Norden. Er ist gleichzeitig auch Schauplatz der 67. Deutschen Meisterschaft und der 17. Europameisterschaft für Seifenkisten, die vom Verein "Deutsches Seifenkisten Derby" veranstaltet und von Duisburg Sport ausgerichtet werden. Am Renn-Wochenende vom 28. bis 30. August wollen die Azubis von Thyssen Krupp Steel Europe beim sogenannten Fun-Race mitmachen. "Unsere Ausbilder haben unsere Teilnahme an dem Rennen im Rahmen eines Projekts vorgeschlagen, und wir waren alle von der Idee begeistert", berichtet Zovko. "Seit Mai basteln wir an unserer Kiste. Die hat nicht nur eine tolle Form, wir haben uns auch ein wirklich gutes Logo ausgedacht, das aus dem 3D-Drucker stammt und das unser Fahrzeug besonders macht", so der angehende Industriemechaniker.

Neben dem Bau von drei Seifenkisten im Technikzentrum Duisburg sowie jeweils einer Seifenkiste aus den Technikzentren Dortmund, Bochum, Siegerland und der Teilnahme am Fun-Race durch technische und kaufmännische Auszubildende aus dem ersten und zweiten Lehrjahr aller Standorte unterstützt Thyssen Krupp Steel Europe die Veranstaltung noch auf andere Weise. "Den Mitfahrern des Spaß-Rennens und den Profis bei den Meisterschaften stellen wir unser Technikzentrum als Fahrerlager zur Verfügung", berichtet Volker Grigo, Leiter Talentmanagement bei Thyssen Krupp Steel Europe. Neben logistischer und personeller Hilfe bei der Durchführung der Meisterschaft findet auch das Abschluss-Fest für alle Teilnehmer im Bildungszentrum des Stahlherstellers statt. Darüber hinaus hat Thyssen Krupp Steel Europe auch anderen Freunden des motorlosen Rennsports eine Beteiligung ermöglicht. Drei Bildungspartnern, dem Robert-Bosch- und dem Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg sowie der Duisburger Werkkiste wurde Material für den Bau der eigenen Seifenkisten gesponsert. Alle Teilnehmer müssen in den nächsten Wochen ihre Seifenkisten zu Ende bauen und bis zum Rennen testen. Dabei gehe es in erster Linie um den Spaß, meint Steel-Azubi Zovko, um dann doch hinzuzufügen: "Aber gewinnen wäre natürlich auch super."

Neben den Azubis von Thyssen Krupp Steel Europe sind Kinder, Erwachsene, Schüler, Vereine und weitere Unternehmen aufgerufen, möglichst originelle, aber auch leichtlaufende Kisten zu bauen, um sich ins sogenannte "Fun-Race" zu stürzen.

Damit größere Geschwindigkeiten erzielt werden können, wird - im Vergleich zu früheren Rennen - in diesem Jahr von einer höheren und steileren Rampe gestartet. Pro Team werden zwei Rennen gefahren. Gewinnen wird nicht das Team, das am schnellsten ist, sondern die Mannschaft, deren Fahrzeiten aus diesen zwei Rennen am konstantesten sind.

Seit 1904 werden mit selbstgebauten "Kinderautomobilen" in Deutschland Wettfahrten für Kinder veranstaltet. In Duisburg zum Beispiel gab es in den 1950er Jahren Rennen.

Quelle: RP
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