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Duisburg
Baldiger Abriss ist nicht in Sicht
Duisburg. Der Abriss des Hochhauses an der Ottostraße 24-30: Das wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Hochheider. Seit Jahren müssen sie mit dem Schandfleck leben. Nun prangt ein Schild am Bauzaun, das auf einen Abriss hoffen lässt. „Wir schaffen Platz für die Zukunft!“, lässt eine „Arge Rückbau“ optimistisch verlauten. Beteiligte sind namhafte Firmen aus der Branche: Heitkamp (Bochum) und Prangenberg & Zaum (Neuss) aus.

Allerdings verspricht das Schild mehr als die Beteiligten zurzeit halten können. Wie bereits berichtet, hat Wolfgang Fuhrmann, der sich als Generalbevollmächtigter der Hauseigentümer ausgibt, einen Abrissantrag bei der Stadt eingereicht. Doch das besagt noch gar nichts: Abrissanträge kann jeder stellen. Ob der Antrag für die Ottostraße 24-30 genehmigt wird, ist alles andere als sicher. „Wir prüfen“, teilte die Stadt gestern mit.

Auch Frank Niermöller, Prokurist bei der Firma Heitkamp, kann den Hochheidern noch nichts versprechen. Einen Termin für den Beginn von Abbrucharbeiten gebe es noch lange nicht. Bisher habe seine Firma lediglich einen Vorvertrag mit Wolfgang Fuhrmann abgeschlossen. Fuhrmann müsse das Projekt noch „finanziell und planerisch auf die Linie bringen“, so Niermöller. Es gebe noch „kaufmännische Verwicklungen“. Zudem sei nicht klar, wie die Pläne Fuhrmanns sich mit denen für das andere leer stehende Hochhaus Hanielstraße 36/38 in Einklang bringen lasen. Das Hochhaus Hanielstraße wurde, wie berichtet, von Kölner Projektentwicklern gekauft, die es sanieren wollen. Wolfgang Fuhrmann sprach davon, dass seine Pläne an der Ottostraße (Neubau von kleineren Häusern mit altengrechten Wohnungen) nur dann Sinn machen, wenn auch das Hochaus an der Hanielstraße 36/38 abgerissen wird.

Quelle: RP
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