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Duisburg
Berlin fördert Denkmalschutz in Duisburg

Duisburg. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat jetzt weitere Mittel für den bundesweiten Denkmalschutz freigegeben. In der Summe sind es 20,8 Millionen Euro, mit denen 124 Denkmalschutzprojekte in Deutschland gefördert werden. Auch Duisburg profitiert.

80 000 Euro werden für die Sanierung der Stadtmauer bereitgestellt. "Bereits im vergangenen November hatte die Stadt 50 000 Euro aus diesem Programm erhalten. Weil es seinerzeit fast dreifach überzeichnet war, hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages heute einmalig Geld für Folgeanträge bewilligt", erläutert die SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas. Sie habe im März noch einmal die Staatsministerin für Kultur und Medien angeschrieben und betont, dass die bisherige Fördersumme nur für einen Teil der Restaurierungsarbeiten ausreiche. "Deshalb habe ich auch noch einmal im zweiten Unterstützungsschreiben betont, dass unsere Stadtmauer zu den bedeutendsten Anlagen ihrer Art im deutschsprachigen Raum zählt."

Auch die Hamborner dürfen sich freuen: 350 000 Euro gibt es für die Sanierung des Rathauses. An dem zwischen 1902 und 1904 erbauten Gebäude mit seinem charakteristischem Uhrturm müssen dringend die Naturstein- und rückwärtigen Putzfassaden saniert werden. Zudem wird der Wasserturm in Hamborn mit einer Summe von rund 170 000 Euro gefördert. Mit dem Geld soll unter anderem die Instandsetzung der standsicherheitsrelevanten Bauteile wie Wasserhochbehälter und tragende Stahlteilen im Inneren finanziert werden.

"Das Geld aus Berlin für die lokalen Baudenkmäler ist dringend notwendig und ich freue mich, zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hier den Erfolg für den Duisburger Norden erreicht zu haben", sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir. Bezirksbürgermeister Uwe Heider fordert: "Jetzt muss der IMD der Stadt Duisburg die Sanierung in seinen Haushalt mit einbringen." Das Denkmalschutz-Sonderprogramm war im Jahr 2007 von Union und SPD im Bundestag aufgelegt worden. Das Programm ist bei der Staatsministerin für Kultur und Medien angesiedelt und fördert Maßnahmen, die der Substanzerhaltung und Restaurierung im Sinne der Denkmalpflege dienen.

(skai)
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