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Duisburg
Bewegung in Gegensätzen

Duisburg. Anne-Katrin Puchner stellt im Kunstverein Weidenweg Zehn aus. Von Peter Klucken

An der Kunstform der Collage interessiere sie besonders das Moment der Bewegung, sagt Anne-Katrin Puchner. Über die 1974 in Regensburg geborene, nun in Düsseldorf lebende Künstlerin kann man wohl auch sagen, dass sie überhaupt das Statische meidet. Nicht nur, dass es sie aus Bayern ins Rheinland zog; sie kann überhaupt auf einen bewegten Lebenslauf verweisen. Dazu gehört u.a. eine Tanzausbildung in Sevilla, ein Studium der Kulturwissenschaften mit Diplomabschluss in Hildesheim und ein anschließendes Studium an der Kunstakademie Düsseldorf mit einem Akademiebrief in der Tasche. Während ihres Studiums baute Anne-Katrin Puchner Motoren-betriebene Installationen. Gegenwärtig interessiert sie sich für gesellschaftliche Wandlungen und arbeitet aktuell als Konsum- und Trendforscherin. Nun präsentiert sie im Atelierhaus des Duisburger Kunstvereins (Weidenweg 10) u. a. Collagen, bei denen sich ein Bedeutungshorizont ablesen lässt. Die Künstlerin spielt mit Materialien. Das können beispielsweise Teile von Pappbechern aus populären Café-Ketten sein. Sie zerschneidet die Becher und setzt die Teile wieder in freier Formfindung zusammen. Anschließend verwandelt sie diese Arbeit in eine Bronzeskulptur. Etwas Eulenspiegelhaftes zeigt sich in Werk-Titeln wie "Barstucks", ein Anagramm aus "Starbucks". Der Reiz besteht darin, dass aus fast wertlosem Material eine edle Bronzearbeit, dass aus Leichtem etwas Schweres, dass aus einem Abfallprodukt des Konsums ein Kunstwerk wird.

Anne-Katrin Puchner liebt das Widersprüchliche und überschreibt ihre gesamte Ausstellung mit dem Oxymoron "endlos befristet". Die Ausstellung wird am Sonntag, 18. Oktober, 11 Uhr, eröffnet. Sie kann bis zum 8. November im Kunstverein besichtigt werden. Info unter www.kunstverein-duisburg.de

Quelle: RP
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