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Duisburg
Bezirksregierung sah Grund für unangekündigten Besuch

Duisburg. Die Bezirksregierung hat gestern schriftlich Stellung genommen zu den Vorkommnissen am Berufskolleg in Meiderich (wir berichteten): Bei dieser Schule für Wirtschaft handele es sich um eine staatlich genehmigte Ersatzschule. Der Besuch von Mitarbeitern der Genehmigungsbehörde sei aufgrund mehrerer Hinweise und Beschwerden über Schule und Schulleitung erfolgt. Darin sei es unter anderem darum gegangen, dass Zeugnisse für andere als die genehmigten Bildungsgänge ausgestellt würden, dass sich dort Schülerinnen und Schüler befänden, die in der Sekundarstufe I schulpflichtig sind und bei einem Besuch des Berufskollegs gegen die Schulpflicht verstießen und dass Personen in den Schulräumlichkeiten wohnten.

"Unterrichtsbesuche und sonstige Besuche der Schule sind laut des Erlasses zur Schulaufsicht über Ersatzschulen rechtzeitig anzukündigen und zeitlich abzusprechen, soweit nicht der Zweck des Besuchs dadurch in Frage gestellt wird. Letzteres stand in diesem Fall zu befürchten", so die Pressestelle der Bezirksregierung. Aus Sicht der Bezirksregierung hätten viele Ungereimtheiten und Verstöße bei dem Besuch nicht geklärt bzw. ausgeräumt werden können. Eine Anhörung zur Aufhebung der Genehmigung für die Schule sei deshalb auf den Weg gebracht worden.

Die Vorwürfe der Diskriminierung und Gewaltanwendung weist die Bezirksregierung zurück. Sollte es bei Schülern durch den Besuch zu Irritationen gekommen sein, "bedauern wir das ausdrücklich, denn der Besuch fand zu deren Schutz statt".

Quelle: RP
 
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