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Duisburg
Bislang keine Hinweise auf Rauchmelder-Trick in Duisburg

Sicher Schlafen mit Rauchmeldern
Sicher Schlafen mit Rauchmeldern FOTO: ABUS
Duisburg. Eine öffentliche Facebook-Seite aus dem Duisburger Raum veröffentlichte am Montag eine Meldung, in der Feuerwehr und Polizei vor Trickdieben warnen, die vorgeben Rauchmelder kontrollieren zu wollen. Der Polizei in Duisburg ist allerdings kein einziger aktueller Fall bekannt.

"Meldung von Polizei und Feuerwehr…es sind Leute unterwegs, die sich von Haus zu Haus durcharbeiten und kontrollieren wollen, ob die jetzt seit Januar gesetzliche vorgeschriebenen Rauchmelder vorhanden sind…nicht rein lassen und Polizei rufen…eine organisierte Verbrecher Bande !!!!!!", heißt es auf der Seite "Duisburger Nachrichten" im Wortlaut.

Über 450 Personen gefällt das, fast 6000 Facebook-Nutzer haben den Beitrag bereits geteilt. In Duisburg aber habe es einen solchen Fall bislang nicht gegeben, bestätigt ein Sprecher der Polizei. Auch der Feuerwehr ist nach Aussage eines Sprechers nichts in dieser Richtung bekannt. 

Auf Anfrage teilte der Betreiber der vermeintlichen Nachrichtenseite mit, dass er die Meldung durch eine Zuschrift erhalten habe. Weitere Nachfragen wollte er nicht beantworten. Wer sich auf die Suche nach dem Ursprung einer solchen Meldung macht, stößt tatsächlich auf eine Mitteilung der Polizei, allerdings weit weg vom Duisburger Raum. 

Allem Anschein nach geht die Warnung auf eine Pressemitteilung der Polizei Bremen vom 14. Januar zurück. Dort sei eine 71-Jährige Opfer der Trickdiebe geworden, die vorgaben, die in der Wohnung installierten Rauchmelder überprüfen zu müssen. Die Frau ließ die Täter in ihre Wohnung, und während einer sie in ein Gespräch verwickelte, gab der andere vor, die Rauchmelder zu kontrollieren. Als die Diebe sich verabschiedet hatten, stellte die 79-Jährige fest, das ein Goldring sowie Bargeld fehlten. 

Die Warnung vor einem Besuch von Trickbetrügern, die sich als Feuerwehrleute ausgeben, sorgte am Montag auch in Netzwerken anderer Regionen für Aufruhr. So machen ähnliche Meldungen im Kreis Borken die Runde. Auch um Osnabrück habe es vergleichbare Vorfälle gegeben, schreibt die "Osnabrücker Zeitung".Die "Westfälischen Nachrichten" berichteten aus dem Münsterland, die Stadt Tecklenburg habe vor solchen Trickbetrügern gewarnt.

Sollten nun auch in Duisburg Hinweise bei Feuerwehr und Polizei eingehen, sind die Beamten immerhin schon einmal vorgewarnt. Die Trickbetrüger-Masche mit der Kontrolle von Rauchmeldern ist ohnehin keine Neuerfindung. Die Initiative "Rauchmelder retten Leben" warnte bereits im Mai 2015 davor. Grundsätzlich rät die Polizei davon ab, fremde Menschen unbeaufsichtigt ins Haus zu lassen. So heißt es bei der Polizei klipp und klar: "Weder Feuerwehrleute noch andere Beauftragte kommen ins Haus, um die Rauchmelderpflicht ab dem 01.01.2016 zu überprüfen."

(emy)
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