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Nach Ausweisung nach Nepal
Bivsi und ihre Familie kommen am Mittwoch zurück

Nach Ausweisung nach Nepal: Bivsi und ihre Familie kommen am Mittwoch zurück
Bivsi Rana (Mitte) mit ihrem Vater Bimh und ihrer Mutter Maya. Die Familie wird schon in wenigen Tagen wieder nach Duisburg zurückkehren. FOTO: Felix Banaszak
Köln. Am Mittwochmorgen kehren die Schülerin Bivsi Rana und ihre Eltern zurück nach Duisburg. Die Familie war Ende Mai nach Nepal abgeschoben worden. 

Die Geschichte um die nach Nepal abgeschobene Familie Rana aus Duisburg kommt voraussichtlich am Mittwochmorgen zu ihrem vorläufigen Ende. Wie eine Person aus dem Kreise von Bivsis Unterstützern unserer Redaktion bestätigte, wird die Schülerin mit ihrer Familie am Mittwochmorgen gegen 7.20 Uhr am Flughafen Düsseldorf landen. Freundinnen und Unterstützer haben bereits angekündigt, Bivsi und ihre Eltern in der Landeshauptstadt in Empfang nehmen zu wollen.

Dass die Visumanträge der Familie positiv beschieden wurden, war in der vergangenen Woche bekannt geworden. Demnach wird Bivsi mit einem so genannten Schüleraustauschvisum nach Duisburg zurückkehren. Nach dem Abitur kann sie zum Zwecke der Berufsausbildung oder um ein Studium aufzunehmen einen Folgeantrag stellen. Unklar ist, ob Bivsi im Anschluss in Deutschland bleiben kann. Die Eltern dürfen ihre Tochter aus humanitären Gründen für die Dauer der Ausbildung begleiten.

Ende Mai war die Schülerin von Beamten der Ausländerbehörde aus der Schule abgeholt und anschließend mit ihren Eltern nach Nepal abgeschoben worden. Zuvor hatte die Familie durch alle Gerichtsinstanzen vergeblich versucht, die Abschiebung zu verhindern.

Demonstration in Duisburg für Bivsi Rana FOTO: Christoph Reichwein

Die Abschiebung hatte vor allem in Duisburg Empörung ausgelöst. So organisierten Bivisis Mitschüler eine Demonstration in der Innenstadt, an der sich über 1000 Menschen beteiligten. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link versprach damals, dass er sich für die Rückführung der Familie einsetzen werde.

Auch auf Landesebene hatte der Fall für Aufsehen gesorgt. Der Petitionsausschuss des Landtages beschäftigte sich mit der Abschiebung und sprach sich für eine Rückkehr der Familie aus. Zudem fanden die Ranas im stellvertretenden NRW-Ministerpräsidenten Joachim Stamp einen prominenten Fürsprecher, der sich bei der Bundesregierung für eine zügige Rückführung der Familie verwendete. 

(th)
 
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