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Duisburg
Blick ins Innere einer Maschine

Duisburg: Blick ins Innere einer Maschine
Virtuelle Anlagenansicht mittels 3D-Brille (von links): Oliver Schwarz von der Eszett GmbH & Co. KG, GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link beim Wirtschaftsdialog. FOTO: Volker Wieczorek
Duisburg. Im Tectrum in Neudorf bietet die Firma Eszett Kunden einen besonderen Service an, der ihnen hilft, Geld zu sparen. Eine 3-D-Brille sorgt dabei für ganz besondere Einblicke.

Oberbürgermeister Sören Link machte jetzt gemeinsam mit Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg), Station im Neudorfer Technologiezentrum Tectrum bei ESZETT, einem "Hidden Champion". Oliver Schwarz und Olaf Zupke, beide sind Diplom-Ingenieure, gründeten 2003 das Unternehmen, das sich auf die dreidimensionale, virtuelle Begehbarkeit von Gebäuden und Industrieanlagen in Lebensgröße spezialisiert hat.

"Mittels 3-D-Brille können wir zum Beispiel ins Innere einer virtuellen Industrieanlage eintauchen und den Entwurf auf Herz und Nieren prüfen. Dadurch werden Planungsfehler frühzeitig erkannt", betont Geschäftsmann Schwarz. Kosten in der Planung und auf der Baustelle werden damit reduziert, ermöglicht es die Technik doch sowohl Ingenieuren als auch Projektentwicklern und Investoren die Planungsdaten wie in der Realität zu begutachten.

Dazu treffen sich im Duisburger Tectrum regelmäßig Projektteams internationaler Unternehmen, um in der lebensgroßen 3D-Projektion nach Fehlern zu suchen oder um eine Planung zu beurteilen. Alle - durch diese virtuelle Begehung - gefundenen Kritikpunkte werden in der Software "bee" gesammelt und später bearbeitet.

"bee" wurde von ESZETT als optimale Arbeitsumgebung für die Revision komplexer 3D-Daten und deren Änderungsverfolgung für weltweit verteilte Projektteams entwickelt. Bereits vorhandene Daten können darüber hinaus mehrfach genutzt werden. So lassen sich die Projekte im Anlagenbau, aber auch im öffentlich-rechtlichen und privatwirtschaftlichen Bereich der Stadtentwicklung erfolgreich verwalten und strukturieren. "Und genau das ist unser Markenkern", bringt es Schwarz auf den Punkt: "Wir bieten Service aus einer Hand. Das verschlankt Prozesse und beugt Informationsverlusten und Kostenexplosionen vor."

Das Projektsteuerungsprogramm "bee" mit all seinen Modulen und Erweiterungen ist der Gründer ganzer Stolz, können damit sämtliche Änderungsaufgaben und Probleme in Projekten strukturiert erfasst sowie systematisch und effizient abgearbeitet werden. Während heute die "Virtuelle Realität" in aller Munde ist, beschäftigen sich das Gründerduo Zupke und Schwarz schon seit rund 13 Jahren intensiv mit dieser Thematik. Rund 100 Großprojekte des Maschinen- und Anlagenbaus wurden von ESZETT mit "bee" zeitnah und kostenoptimiert und damit erfolgreich realisiert.

Dass der Einsatz "Virtueller Realität" Kosten einspart, ist bereits bewiesen. "Mit 'Virtueller Realität' funktioniert die so genannte 10-er Regel perfekt", weiß Experte Schwarz. Das bedeutet: In der frühen Planungsphase kostet die Beseitigung eines Problems beispielsweise 100 Euro, im Bau bereits 1000 Euro und im laufenden Betrieb sogar 10.000 Euro.

Summa summarum lohnt es sich also, schon in einer frühen Phase auf die Erkenntnisse durch die "Virtuelle Realität" zu setzen. Erst recht, da sich die Bestandserfassungsdaten doch direkt im Maßstab 1:1 visualisieren lassen. "Architekten, Generalplaner, Projektentwickler und Investoren, aber auch Stadtentwickler und Anlagenbetreiber sind unsere Kunden. In der Vergangenheit haben wir privatwirtschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Akteuren in Nah und Fern dazu verholfen, dass ihre Bauvorhaben fehlerfrei Gestalt annehmen; leider aber noch nicht in Duisburg, obwohl hier das Know-how sitzt", erklärt Schwarz.

Perspektivisch will Eszett "bee" weiter etablieren. Kurz- und mittelfristig sollen zusätzliche Branchen verstärkt hinzukommen.

Quelle: RP
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