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Duisburg
Bombenfund: Entschärfung abgebrochen

Duisburg: Bombenfund: Entschärfung abgebrochen
Trotz des Abpumpens mit mehreren Schläuchen ging es am Abend nicht mehr weiter. Der Fundort wurde erst einmal wieder zugeschüttet. FOTO: Stadt Duisburg
Duisburg. Weil am Fundort am Ruhrdeich immer wieder Wasser nachlief, wurde die Grube wieder zugeschüttet.

In Kaßlerfeld am Ruhrdeich haben Arbeiter gestern bei Sondierungsmaßnahmen im Rahmen der Baustelle zum Ruhrtalradweg eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe gefunden. Bekanntlich müssen Blindgänger nach den aktuellen Bestimmungen aufgrund ihres hohen Alters und der damit verbundenen Gefahr, überraschend "hochzugehen", noch am selben Tag entschärft werden. Doch dies ließ sich gestern bei der am Ruhrdeich gefundenen Bombe nicht bewerkstelligen.

Die Fachleute kamen nicht weiter, weil immer wieder Grundwasser in die Grube nachlief. "Aufgrund von technisch aufwendigen Maßnahmen, um eingelaufenes Grundwasser abzusaugen, kann noch nicht gesagt werden, um welchen Zünder es sich handelt beziehungsweise ob dieser noch vorhanden ist", teilte die Stadt gestern noch am frühen Abend mit. Um 18.30 Uhr winkten die Experten dann ab: Eine Entschärfung kam nicht mehr in Frage, "Weil das Wasser in dem Loch des Fundes immer wieder nachläuft, wird die Maßnahme jetzt abgebrochen und die Fundstelle zugeschüttet", hieß es seitens der Stadt. Wann und wie es nun weitergeht, ist unklar, Dies muss nun erst von Fachleuten untersucht werden. Menschen brauchten gestern zum Glück ihre Häuser nicht verlassen: In der Evakuierungszone, dem Umkreis von 500 Meter um den Fundort, war niemand betroffen. In der Sicherheitszone - 1000 Meter um den Fundort - leben 2758 Menschen. Sie brauchen bei einer Entschärfung ihre Wohnung nicht zu verlassen, müssen aber Fenster und Türen geschlossen halten.

(mtm)
 
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