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Duisburg
Breitband für (fast) alle Duisburger

Duisburg: Breitband für (fast) alle Duisburger
Die Grafik verdeutlicht den Quantensprung von diesem Jahr (links) zum Jahr 2020. In großen Teilen Duisburgs soll die Geschwindigkeit der Datenübertragung dann deutlich zunehmen. FOTO: Stadt Duisburg
Duisburg. In den nächsten drei Jahren soll das Breitbandnetz entscheidend ausgebaut werden. Bis 2020 wird Duisburg laut der Ankündigung der Stadtverwaltung flächendeckend mit schnellem Internet ausgestattet sein, eine wichtige Forderung aus dem Masterplan Wirtschaft.

Die Übertragungsgeschwindigkeit soll stadtweit bei mehr als 90 Prozent der Haushalte und Gewerbebetriebe zwischen 80 und 100 Megabit pro Sekunde liegen. Zu diesem Ergebnis kommt ein sogenanntes Markterkundungsverfahren, das die Duisburg CityCom (DCC) im Auftrag der Stadt Duisburg und mit Unterstützung des Duisburger Unternehmens iNNOWiSE durchgeführt hat.

In den vergangenen Monaten hat die DCC mit Hilfe von Fördermitteln des Bundes den aktuellen Stand der Internetversorgung in Duisburg untersuchen lassen und die Ausbauvorhaben bei allen Providern abgefragt. Auf Basis dieser Erhebung liegt erstmals eine detaillierte Auswertung vor, die zeigt, welche Bandbreite in welchen Straßen ankommt, wo es Versorgungsengpässe und unterversorgte Gebiete gibt.

Insgesamt 160 Schulen werden durch den Ausbau und ergänzend im Rahmen des Projektes "Gute Schule 2020" mit schnellen Datenleitungen versorgt. Dazu gehört auch, dass die 55 weiterführenden Schulen alle einen Glasfaser-Anschluss erhalten. Vier Schulen, die nach derzeitigem Stand nicht von den Ausbauplänen profitieren können, werden gesondert von der DCC mit schnellen Internetleitungen ausgestattet.

Bei der Untersuchung hat sich deutlich gezeigt, dass in Duisburg nur in 4,7 Prozent der Haushalte und damit bei 4,5 Prozent der Einwohner die zur Verfügung stehende Übertragungsgeschwindigkeit aktuell unter 30 Mbit/s liegt - diese Datenübertragungsrate legt die Bundesregierung derzeit als Grenze für die Förderfähigkeit für Ausbauvorhaben fest. Die Analyse hat weiterhin ergeben, dass es auch nach dem privatwirtschaftlichen Ausbau der Telekommunikations-Infrastruktur bis 2020 in bestimmten Gebieten weiße Flecken geben wird.

Dabei handelt es sich überwiegend um Gewerbegebiete. In einem sogenannten Interessensbekundungsverfahren wurde daher bei Providern erfragt, ob sie im Falle einer öffentlichen Förderung einen Ausbau realisieren würden. Die Ergebnisse hierzu zeigen, dass auch diese Gebiete mit dafür notwendigen Fördermitteln in Höhe von rund 12 Millionen Euro privatwirtschaftlich ausgebaut werden könnten. Der hierzu notwendige Förderantrag für eine Glasfaser-Anbindung wird aktuell erstellt.

Zudem ergab das Abfrageverfahren bei allen am Markt konkurrierenden Providern die Zusage von einem Anbieter, dass alle neu zu erschließenden Wohn- und Gewerbegebiete in Duisburg mit Glasfaserleitungen angebunden werden sollen, so dass in diesen Gebieten eine noch deutlich höhere Übertragungsrate möglich wäre. Darüber hinaus nimmt die Stadt Duisburg bereits heute den weiteren Ausbau von Übertragungsnetzen mit noch höheren Bandbreiten ins Visier, so das Stadtpresseamt. Denn die durch viele Experten geteilte Einschätzung, dass der tatsächliche Bandbreitenbedarf in den nächsten Jahren rasant ansteigen wird, führe zu der Notwendigkeit, schon jetzt mit weitergehenden Planungen für eine leistungsfähige Breitband-Infrastruktur zu beginnen.

Zur Entwicklung eines Konzeptes für eine sogenannte "Next Generation Access" (NGA)-Breitbandversorgung konnte die Stadt Duisburg mit Unterstützung der DCC jetzt weitere Fördermittel des Landes NRW in Höhe von 150.000 Euro akquirieren.

"Das NGA-Entwicklungskonzept soll als Leitlinie für künftige politische und wirtschaftliche Entscheidungen dienen, um den Bürgern ein zukunftsfähiges Wohn- und Arbeitsumfeld zu bieten und somit auf die Breitbandherausforderungen der Zukunft vorbereitet zu sein", so die Stadt. Dies gelte besonders im Hinblick auf die Ansiedlung von Unternehmen und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen. Das zu entwickelnde Konzept verfolge das Ziel, mittelfristig für das gesamte Stadtgebiet eine Breitband-Versorgung mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von einem 1 Gbit/s und mehr zu erreichen.

(hch)
 
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