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Duisburg
Britta Altenkamp bleibt Vorsitzende

Duisburg. Die Arbeiterwohlfahrt sieht sich vor neue Herausforderungen gestellt.

Vertreter der 30.000 Awo-Mitglieder im Bezirk Niederrhein wählten in der Mercatorhalle einen neuen Vorstand. Die Delegierten bestätigten Britta Altenkamp als Awo-Bezirksvorsitzende, Andrea Demming-Rosenberg vom Duisburger Awo-Ortsverein Hochfeld-Stadtmitte wurde für weitere vier Jahre als stellvertretende Vorsitzende gewählt, und Walter Appelrath vom Ortsverein Duisburg-Süd wurde erneut in seinem Amt als Beisitzer bestätigt. Das Treffen am König-Heinrich-Platz ist durchaus geschichtsträchtig: Am 1. November 1921 gründete sich im Oberlichtsaal der Duisburger Tonhalle - an eben diesem Platz - der Bezirksverband Niederrhein der Arbeiterwohlfahrt. Das Awo-Parlament tagt, wie auch die Wahlgremien der Ortsvereine und des Kreisverbandes, alle vier Jahre. Mehr als 8000 Frauen und Männer sind im Bezirk Niederrhein hauptamtlich für die Awo tätig. Zum Vergleich: die Stadtverwaltung, der zweitgrößte Arbeitgeber in Duisburg nach ThyssenKrupp, hat "nur" 3700 Mitarbeiter.

Der Duisburger Awo-Vorsitzende Manfred Dietrich beschrieb die Herausforderung, der sich die Verbandsvertreter gestellt haben: "Die Bereitschaft der Menschen, sich an Organisationen zu binden, sinkt. Die Bereitschaft der Menschen, ehrenamtlich zu helfen, steigt. Wie wird die Arbeiterwohlfahrt mit dieser Situation umgehen? Welche Erfahrungen hat der Bezirk in den letzten Jahren mit dieser Entwicklung gemacht? Und welche Schlüsse lassen sich daraus für die Zukunft ziehen?" An sechs Themen-Tischen wurden die vielfältigen Fragen der Verbandsorganisation inhaltlich diskutiert.

Manfred Dietrich: "Eine so große Konferenz mit insgesamt 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bietet die Gelegenheit und Chance, sowohl zurückzublicken als auch die nächsten Schritte in die Zukunft zu planen. Gerade mit Blick auf das Ehrenamt. Mehrere Tausend freiwillige Helferinnen und Helfer gestalten das Leben der Awo im Bezirk. Allein in Duisburg sind es 670."

Es sei innerhalb weniger Wochen gelungen, mehr als 50 Frauen und Männer für die Flüchtlingshilfe in Duisburg zu gewinnen.

Manfred Dietrich: "Die Arbeit an einem ganz konkreten Projekt weckt Interesse und Begeisterung. Zugleich gilt es, nachhaltige Strukturen aufzubauen, die eine zeitlich begrenzte und dabei konkret sinnvolle Projektarbeit ermöglichen und sie in ein System der Hilfe und des Engagements integrieren." Die Bezirkskonferenz will auf diesem Weg Routen und Etappenziele definieren.

Quelle: RP
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