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Duisburg
Brücke der Solidarität ist nicht mehr sicher

Duisburg: Brücke der Solidarität ist nicht mehr sicher
Blick aus der Luft auf die Brücke der Solidarität. Sie ist eine wichtige Verbindung zwischen Hochfeld und der linken Rheinseite. FOTO: Christoph Reichwein.
Duisburg. In den Sommerferien rücken die Bauarbeiten an. Es wird dann abschnittweise zu Sperrungen kommen. Die Arbeiten können aus Sicherheitsgründen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Von Hildegard Chudobba

In ihren Sitzungen am morgigen Donnerstag werden die Bezirksvertreter in Rheinhausen und in der Innenstadt von einer Mitteilung der Verwaltung überrascht, dass die Brücke der Solidarität dringend einen neuen Straßenbelag benötigt, weil sie ansonsten nicht mehr verkehrssicher ist. Die Arbeiten werden rund eine halbe Million Euro kosten.

"Im Laufe der Jahre haben sich durch Umwelteinflüsse und insbesondere durch die stark gestiegene Anzahl der Lastkraftwagen Schäden am Fahrbahnbelag (Spurrillen), im Schrammbordbereich und am Geh- und Radweg Oberstrom abgezeichnet", stellt die Fachverwaltung fest. Fugenmaterial sei gerissen, Beschichtungen seien abgeplatzt, in den Fahrspuren hätten sich Rillen und Wellen gebildet, so dass das Wasser auf der Fahrbahn nicht mehr richtig ablaufen kann und dadurch im Winter die Gefahr von Glatteis gestiegen sei. "Die betroffenen Bereiche besitzen nicht mehr die geforderten Eigenschaften, um die Verkehrssicherheit sicherzustellen", heißt es in der Vorlage für die Beratungen ganz nüchtern.

Die Folge wird sein, dass für die Erneuerung die stark befahrene Brücke der Solidarität nach und nach gesperrt werden muss. Gearbeitet werden soll auf dem Bauwerk in den Sommerferien. Eine komplette Sperrung ist für den Autoverkehr nicht vorgesehen. Für Radfahrer und Fußgänger hingegen soll die Brücke einseitig komplett dichtgemacht werden,

Die Hochfeld-Rheinhauser Rheinbrücke ist zuletzt vor rund 20 Jahren umfassend saniert worden. Zwischendurch hat es immer wieder Ausbesserungsarbeiten gegeben. Stark strapaziert wird das Bauwerk durch den Lieferverkehr von und zu Logport. Aber auch für viele Bürger ist es Tag für Tag die wichtigste Verbindung zwischen Rheinhausen und der Innenstadt.

Brückensanierungen sind in unserer Stadt längst zu einem Dauerthema geworden. Als im vorigen Jahr die A40 Brücke zwischen Neuenkamp und Homberg saniert wurde, war die "Brücke der Solidarität" (sie hat ihren Namen von den dort zum Teil ausgetragenen Arbeitskämpfen um den Erhalt von Krupp) wichtigste Ausweichstrecke. Frühestens in drei Jahren soll mit dem Neubau der Autobahnbrücke begonnen werden, auf der bis dahin aber immer wieder nachgebessert werden muss.

Kein Experte kann derzeit ausschließen, dass auch ihr in den kommenden Jahren Teil- oder sogar Vollsperrungen drohen. Die Sanierung der Brücke der Solidarität ist auch daher von besonderer Bedeutung.

Was der Logistikdrehscheibe Duisburg drohen würde, wenn beide Bauwerke über den Rhein zeitgleich "ausfallen" würden, darüber mag hier vermutlich keiner nachdenken.

Quelle: RP
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