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Brückenpleite schön geredet

Duisburg. Wer die Örtlichkeiten nicht kennt, kann nach der Pressemitteilung der Stadt annehmen, dass die Baustelle auf der Karl-Lehr-Brücke ganz harmlos ist. Weit gefehlt! Schon die heute vier Spuren reichen zeitweise kaum für einen staufreien Verkehr aus. Ab der kommenden Woche steht pro Richtung nur noch eine Spur zur Verfügung. Dass dort nur Tempo 30 gefahren werden kann, fällt kaum auf, denn es geht ja heute auch auf den noch je zwei Spuren kaum schneller von hüben nach drüben.

Von einem Aufrechhalten eines "leistungsfähigen Straßennetzes" zu sprechen, ist blanker Hohn. Die komplett neue Brücke könnte längst stehen, wenn sich die Stadtverantwortlichen nicht im Vorfeld so viel Zeit gelassen hätten. So droht mindestens weitere vier Jahre Verkehrschaos zwischen Kaßlerfeld und Ruhrort. Wollen wir nur hoffen, dass während der Bauzeit nicht auch noch die A40-Rheinbrücke gesperrt werden muss. Denn die ist ja gleichfalls marode.

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

Quelle: RP
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