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Duisburg
Bürger bekommen Warnstreik zu spüren

Duisburg: Bürger bekommen Warnstreik zu spüren
Streikende des öffentlichen Dienstes auf dem Burgplatz sind keine Seltenheit. Hier ein Bild aus dem Jahr 2014. FOTO: Peggy Mendel
Duisburg. In etlichen städtischen Büros wird die Arbeit heute nicht wie üblich laufen. Die Hallenbäder lassen ihre Türen zu, die Recyclinghöfe bleiben geschlossen. Und mit Bus und Bahn zum Arbeitsplatz - könnte schwierig werden. Von Hildegard Chudobba

Es ist lediglich ein Warnstreik, zu dem Verdi für heute unter anderem seine Mitglieder in Duisburg aufruft. Doch die Auswirkungen werden vielleicht schon der Vorgeschmack auf längere Arbeitskämpfe sein. Die Duisburger bekommen heute den Warnstreik an verschiedenen Stellen zu spüren, allen voran im Nahverkehr. Die Busse und Straßenbahnen der DVG fahren heute nicht. Auch die Busse der Niag, die vom Niederrhein aus unsere Stadt ansteuern, werden hier ihre Ziel nicht wie üblich erreichen. Die Düsseldorfer Rheinbahn wird zwar einige ihrer Linie bedienen. Doch die U 79, die zwischen Duissern und der Düsseldorfer Uni pendelt, ist nicht dabei.

Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hat Verdi auch die Tarifbeschäftigten der Stadt Duisburg zum Warnstreik aufgerufen. Aus diesem Grund können theoretisch alle Bereiche der Stadtverwaltung betroffen sein. Beeinträchtigungen, vor allem bei Ämtern mit Publikumsverkehr, sind nicht auszuschließen, kündigte die Stadt gestern an, ohne ins Detail zu gehen. Die Bürger sollten sich auf Notbesetzungen einstellen, so der Rat. Und sie werden gebeten, städtische Dienststellen möglichst an einem anderen Tag aufzusuchen.

Ganztägig geschlossen bleiben nach gestrigem Kenntnisstand das Straßenverkehrsamt und der Bürgerservice Hamborn. Die Jugendzentren Fuchsstraße und Adlerstraße, beide in Wanheimerort, bleiben ebenfalls geschlossen. Sofern städtische Kindertagesstätten bestreikt werden, werden Notgruppen eingerichtet. Informationen dazu sollten Eltern und Erziehungsberechtigte durch einen Aushang in beziehungsweise an der jeweiligen Einrichtung ihres Kindes rechtzeitig erhalten, hieß es gestern. In dringenden Fällen steht Call Duisburg unter 94000 zur Verfügung. In den städtischen Hallenbädern werden sich heute die Türen in Neudorf und am Toeppersee sowie in Walsum nicht öffnen. Das Rhein-Ruhr-Bad ist ab 13 Uhr geschlossen. Dort kann allerdings die Sauna ganztägig genutzt werden.

Wie bereits gestern mitgeteilt, werden auch die Wirtschaftsbetriebe von dem Warnstreik getroffen. Der Müll in den Dienstagsrevieren wird einen Tag später abgeholt. Diese Verschiebung zieht sich dann durch den Rest der Woche. Wer für heute den Sperrmüll bestellt hatte, muss ihn gar nicht erst vor die Türe stellen, denn er wird heute nicht abgeholt. Und auch den Weg zu den Recyclinghöfen können sich die Duisburger heute sparen. Die Betriebe bleiben geschlossen.

Quelle: RP
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