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Duisburg
Bunte Weihnachtsmischung mit dem Chor der Stadtwerke

Duisburg. Für viele Duisburger ist das traditionelle Weihnachtskonzert des Chors der Stadtwerke einfach die perfekte Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest. So war es auch wieder am Sonntagnachmittag. Schade nur, dass im großen Saal der Mercatorhalle doch etliche Plätze unbesetzt blieben. Von Volker Poley

Das Programm, das die Verantwortlichen um Chorleiter Axel Quast zusammengestellt hatten, ließ jedenfalls keine Wünsche offen. Stimmlich unterstützt wurde der Werkschor durch den Wanheimer Männergesangverein "Sängerbund 1871" und den Männer- und Frauenchor Rumeln. Zum Gelingen des Konzerts trug zudem das Frauenvokalensemble "Femme Chorale" der Krefelder Polizei maßgeblich bei.

Für die musikalische Begleitung sorgte das Trio Sorrentino ("& Konsorten") um den Pianisten Martin Fratz, das sich aus Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker zusammensetzt und sich aus Anlass des Weihnachtskonzerts um zwei Orchester-Kollegen verstärkt hatte.

Von großer Qualität waren die Soloauftritte von Bassbariton Jakob Kim, der mit seinem beeindruckenden Stimmvolumen für die Höhepunkte des wieder einmal sehr gelungenen Konzert-Events sorgte.

Dirigent Axel Quast führte die Sängerinnen und Sänger der beteiligten Chöre sicher durch das facettenreiche musikalische Programm. Das tat in gleicher Weise Martin Fratz, der mit seiner einfühlsamen Begleitung am Klavier wesentlich zum Konzert-Erfolg beitrug.

Musikdirektor Quast - der alle mitwirkenden Chöre betreut - hatte nicht nur musikalisch jederzeit die Fäden fest in der Hand, auch seine verbindenden Worte "zwischen den Stücken" kamen bei den Besuchern ebenso gut an wie die abwechselungsreichen musikalischen Darbietungen.

War der erste Teil noch von geistlich-klassischen Beiträgen geprägt, wurde es im Verlauf des Konzerts vermehrt weihnachtlich fröhlich. Die "vereinigten" Männerchöre eröffneten den Konzertnachmittag in Duisburgs guter Stube mit dem Chor-Klassiker "Die Himmel rühmen" und sorgten mit ihrem Beitrag für die passende Einstimmung. Ganz stark war der Auftritt von Jakob Kim, der mit Schuberts "Ave Maria" für Gänsehaut beim Publikum sorgte.

Auch im zweiten Teil gab Kim mit seiner Interpretation des Musical-Hits "Ol' Man River" (Show Boat) eine Kostprobe seines außergewöhnlichen Könnens. Martin Fratz hatte zudem einen Block mit eher anglo-amerikanisch geprägten Weihnachtssongs arrangiert und damit für eine fröhlich swingende Grundstimmung gesorgt. Dabei schien Fratz erst recht in seinem Element zu sein, sein durchaus mit Jazz-Elementen angereichertes "Winter Wonderland" und "White Christmas" ließen die Konzertbesucher geradezu von weißen Winterlandschaften träumen.

Das Finale gehörte wieder den Chören, Musikern und auch Jakob Kim. Das mächtige "Jerusalem" darf eigentlich bei keinem Weihnachtkonzert fehlen und sorgte auch am Sonntag für ein würdiges Konzert-Finale. Aber auch das Publikum war gefragt. Gemeinsam mit den Akteuren auf der Bühne sang man "Stille Nacht" und ging so bestens gerüstet in die doch schon ab und an hektischen Tage der Vorweihnachtszeit.

Quelle: RP
 
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