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Duisburg
CDU gründet die Union der Vielfalt

Duisburg. Ende September wird die Duisburger CDU um eine Gruppierung reicher sein. Dann wird sich die "Union der Vielfalt" gründen und an die Stelle des Arbeitskreises Duisburg International treten. Die Christdemokraten vollziehen damit das, was auf Landesebene in der Partei bereits geschehen ist und in Oberhausen und Mülheim zur Gründung dieser Gruppierung geführt hat.

Mitglied kann theoretisch jeder werden, der auch der CDU angehört. Das Angebot richtet sich aber besonders an christdemokratisch denkende Mitbürger mit Migrationshintergrund. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Wurzeln in der Türkei, in Spanien oder in Rumänien liegen. Wer sich politisch engagieren will, ist unabhängig von seiner Herkunft willkommen. Wie groß der Kreis derjenigen sein wird, die sich in der "Union der Vielfalt " einfinden, weiß CDU-Vorstandsmitglied Peter Ibe nicht, der die Vorarbeit geleistet hat. Die jüngsten Vorkommnisse im Integrationsausschuss hätten aber gezeigt, wie wichtig solche Gruppierungen mit Anbindung an Parteien sind. "Wir waren allerdings schon weit in den Vorbereitungen, als der Zwischenfall dort passierte", sagt er. Der Integrationsrat hatte bekanntlich eine Erklärung zur Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages abgegeben, in der er harsche Kritik übte und Bundestagsabgeordnete mit türkischen Wurzeln persönlich angriff. Der Ausschuss hatte diese Erklärung erst später mehrheitlich zurückgenommen.

Zu den bekannten Duisburgern, auf deren Mitwirkungen in der Union für Vielfalt gebaut wird, gehört Duisburgs Ex-Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Bei ihm sei bereits "vorgefühlt" worden, weiß Ibe. Ob sich Sauerland, der sich nach seiner Abwahl vor fünf Jahren komplett von der öffentlichen Bühne zurückgezogen hatte, dort engagieren wird, "das weiß ich nicht", so Ibe. Fakt aber sei, "dass OB Link an Integrationsarbeit wenig interessiert ist, ganz im Gegenteil zu Sauerland, der in seiner Zeit in diesem Bereich starke Arbeit geleistet hat".

Adolf Sauerland signalisierte gestern auf Nachfrage der RP, dass er derzeit keine Möglichkeit sehe, sich dort zu aktivieren.

(hch)
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