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Duisburg
Christian Wulff wird Gastprofessor an der Uni

Duisburg: Christian Wulff wird Gastprofessor an der Uni
Bundespräsident a.D. Christian Wulff wird Gastprofessor. FOTO: L. Chaperon
Duisburg. Der frühere Bundespräsident arbeitet als Rechtsanwalt in Hamburg und kommt nach Duisburg.

Bundespräsident a.D. Christian Wulff (56) kommt im nächsten Wintersemester als Gastprofessor an die Universität Duisburg-Essen (UDE). Er übernimmt an der NRW School of Governance die Gastprofessur für Politikmanagement der Stiftung Mercator, die seit 2008 an Kenner der politischen Praxis verliehen wird. "Mit Christian Wulff konnte die NRW School of Governance auch im zehnten Jahr ihres Bestehens wieder eine hochrangige Persönlichkeit für die Gastprofessur gewinnen. Angehende Schnittstellen-Manager für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erhalten auf diese Weise hautnah Einblick in das künftige Berufsfeld", so NRW School of Governance-Direktor Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte. "Politische Entscheidungsprozesse werden zunehmend komplexer und sind international miteinander verflochten", so Wulff. "Ich freue mich, mich darüber mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs austauschen zu können."

Vor seiner Wahl als zehnter deutscher Bundespräsident 2010 war Christian Wulff niedersächsischer Ministerpräsident und stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU. In seiner zweijährigen Amtszeit als Bundespräsident bekannte er sich u.a. öffentlich zur Notwendigkeit, auf andere Kulturen zuzugehen. Untrennbar mit ihm verbunden bleibt die Aussage, dass der Islam inzwischen auch zu Deutschland gehöre.

Nach einer intensiven medialen Debatte trat Christian Wulff im Februar 2012 vom Amt des Bundespräsidenten zurück. Später wurde er auch vom letzten verbliebenen Vorwurf freigesprochen. Wulff ist Mitglied im Transatlantic Council on Migration, in der Deutschen Gesellschaft Club of Rome und arbeitet als Rechtsanwalt in Hamburg.

An der UDE wird sich Christian Wulff mit den Studierenden des Masterstudiengangs "Politikmanagement" über sein Wirken als Bundespräsident und Ministerpräsident austauschen und außerdem einen öffentlichen Vortrag halten (Termin wird noch bekannt gegeben), wie schon seine Vorgänger als Gastprofessoren der NRW School of Governance, darunter Peer Steinbrück, Bernhard Vogel, Jutta Limbach oder auch Günter Verheugen.

Die NRW School of Governance wird seit 2006 von der Stiftung Mercator unterstützt. Zum Förderkonzept zählen unter anderem die Gastprofessur, Promotionsstipendien, Förderpreise sowie ein internationaler Wissenschaftleraustausch.

Quelle: RP
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