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Duisburg
Citypalais: Bargeldlos parken

Duisburg: Citypalais: Bargeldlos parken
Bei der Einfahrt in das Citypalais-Parkhaus öffnet sich die Schranke automatisch. Die Antenne, die in einem grauen Kasten über der Schranke hängt, erkennt den Chip, der auf der Windschutzscheibe klebt. FOTO: Andreas Probst, RP
Nur mit einem Chip an der Windschutzscheibe ist es jetzt möglich, im Citypalais-Parkhaus zu parken und zu bezahlen. Der Kunde bekommt am Ende des Monats eine Rechnung geschickt. Rund 100 Duisburger nutzen bereits das System. Von Christina Wagemanns

Das lange Schlangestehen an den Kassenautomaten und die Suche nach Kleingeld im Portemonnaie soll im Citypalais-Parkhaus dank eines neuen Parksystems ein Ende haben. "Man benötigt lediglich einen sogenannten "Windshield" – einen Aufkleber für die Windschutzscheibe", erläutert Christian Utz, Geschäftsführer der Firma motion ID technologies AG, die das System entwickelte.

"In dem Windshield ist ein Chip integriert. Diesen erkennt die Antenne, die über der Parkhausschranke angebracht ist, und öffnet automatisch die Schranke – ohne dass man ein Ticket ziehen muss."

Nach einem halben Jahr Testphase nutzen bereits rund 100 Duisburger das "Viatag"-System im Citypalais – freiwillig. Die Nutzer erhalten einmal im Monat eine Abrechnung über ihre Parkkosten, die wie bei einer Kreditkarte direkt vom Konto abgebucht werden. "Neben dem Komfort, nicht mehr zum Kassenautomaten laufen zu müssen, wird auch die Sicherheit erhöht", erläutert Utz die Vorteile. "Gerade für Gäste der Philharmonie, die spät ihr Auto aus dem Parkhaus holen, ist das attraktiv."

Königsgalerie und UCI folgen

Damit ist Duisburg die zweite Stadt nach Essen in Nordrhein-Westfalen, die ein Parksystem ohne direktes Bezahlen anbietet. Nun sollen auch noch die Parkhäuser der Königsgalerie und des UCI-Kinos in Duisburg mit dem Viatag-System ausgestattet werden. Der Kunde kann selbst entscheiden, ob er für alle drei Parkhäuser freigeschaltet werden möchte, oder nur für eins oder zwei. "Wir hoffen dadurch, eine Kundenbindung zu erreichen", sagt Susan Vollmer.
Bedenken, dass jemand die Daten stiehlt, wischt Christian Utz mit der Hand weg. "Auf dem Chip werden keine persönlichen Daten gespeichert."

Gelockt werden die Parker mit einem sogenannten Eco-Parkbereich mit rund 100 Parkplätzen. Abgetrennt ist der Bereich jedoch nicht, so dass jeder dort seinen Wagen abstellen kann. Aber nur die Nutzer des bargeldlosen Systems kommen preiswerter davon (S. Info). "Sind die Plätze belegt, hat der Parkgast leider Pech", sagt Susan Vollmer unverblümt.

Bei der Anmeldung erhält jeder Kunde zusätzlich zu dem Aufkleber für die Windschutzscheibe auch eine "Pacc" – eine Chipkarte. "Diese ist für Partner gedacht, die sich die Karte teilen", erläutert Susan Vollmer, Betreiberin des Citypalais-Parkhauses. "Man braucht aber nicht beides."
Die benötigten Antennen an den Ein- und Ausfahrten stellt das Technologieunternehmen dem Betreiber kostenlos zur Verfügung. Die Vollmergruppe zahlt stattdessen pro Buchung eines Nutzers eine Gebühr an die motion ID technologies AG.

 
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