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Duisburg
Das kleine närrisches Dorf im Süden steht wieder Kopf

Duisburg. Sogar die Sonne ließ sich blicken: Petrus meinte es gestern gut mit den Sermer Narren. Begleitet von Trommeln und Trompeten, bahnten die Wagen sich ihren Weg durch das Narrenvolk. Bunte Pfauen-Damen, ein Trupp aus Krümelmonstern, Hexen in wallenden Kleidern, Affen und andere bunte Gestalten zogen im närrischen Lindwurm durch das Dorf. Von Julia Zuew

Mit lautstarkem Karnevalsgruß feierte der Narren-Pulk den tollen Marsch, während Süßkram, Krawatten und Konfetti herabregneten. Besonders die kleinen Karnevalisten freuten sich über den "Regen". Eifrig sammelten die kleinen Tiger, Superhelden und Feuerwehrmänner die Süßigkeiten auf. Es waren viele ausgefallene Kostüme dabei - so marschierte ein Trupp unter dem Motto "Beim Zebra und im Affenstall, Duisburg feiert Karneval" in Gorilla-Kostümen im Zug mit. Die riesigen Affen trugen Holzkäfige vor dem Bauch, in denen Clowns saßen und dem jecken Volk zuwinkten - die Gesichter der Kostümierten waren die Köpfe der Zirkusnarren, der Körper und die Beine Stoffpuppen - eine gelungene Illusion.

Am Kopf des Zuges, direkt hinter dem Polizei-Bulli, rollte der Wagen des Sermer Schützenvereins vorneweg. "Schützenrock und Lippenstift, da war der Vorstand wohl bekifft" war das Motto des Kunstwerks. Ein weiterer Wagen im Zug war eine Hommage an das geschlossene Sermer Stammlokal "Zu den drei Linden", dass jahrelang ein Mittelpunkt des Dorfes und ein wichtiger Treffpunkt für die Sermer war. Auch der Wagen der Kinderprinzessin Lanie Ragnitz wurde stürmisch begrüßt. Gemeinsam mit den Paginnen Carina Hümbs, Phoebe Nilkes, Mia Wittmann und Sophie Strank verteilte Prinzessin Lanie mit einem strahlenden Lächeln die Kamelle an den Narrenpulk. Den Abschluss des tollen Zuges bildete traditionsgemäß der Prinzenwagen der KG Südstern. Die Narren huldigten Prinz Frank I (Frank Schulte) mit lautem Beifall und einem großen "Helau". Und nicht nur auf der Straße wurde gefeiert, getanzt und angestoßen: Nahezu an jedem Fenster am Zugweg guckten die Jecken dem ausgelassenen Karnevalstreiben zu, feuerten Konfetti in die Menge und stießen mit den Vorbeiziehenden an. Auch manche Garage wurde zum Teil der Partymeile auf der Dorfstraße.

Quelle: RP
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