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Duisburg
Das Wetter macht den Gastronomen Probleme

Duisburg: Das Wetter macht den Gastronomen Probleme
Der Biergarten des Café Museum im Kantpark: Noch sind alle Plätze frei. Die Gastronomen hoffen auf beständigeres Wetter. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Das wechselhafte Sommerwetter sorgt bei Gastronomiebetrieben mit Außenbereich für Probleme. Bei diesem Wetter machen sie schätzungsweise bis zu 25 Prozent weniger Umsatz als in einem Sommer mit konstanten Temperaturen. Von Charlotte Raskopf

Gastronomiebetriebe mit Außenbereich sind im Sommer normalerweise gut besucht und machen dementsprechend hohe Umsätze. Doch wechselhaftes Sommerwetter macht den Betrieben zu schaffen. In diesem Jahr ist die Situation offenbar besonders angespannt.

Laut Thomas Kolaric, Geschäftsführer des für Duisburg zuständigen Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein im Regierungsbezirk Düsseldorf, kostet der miese Sommer die Gastronomen richtig viel Geld. Im Vergleich zu einer für die Gastronomie optimalen Sommerzeit mit beständigem Wetter würden die Betriebe dieses Jahr schätzungsweise 20 bis 25 Prozent weniger Umsatz machen, sagt er. "Aber der Optimalfall kommt sehr selten vor, damit muss man sich in der Außengastronomie abfinden."

Die Besucher könnten bei diesem Wetter nicht planen, erklärt Kolaric. Man plane einen Besuch anders, je nachdem ob es regne oder die Sonne scheine. "Wenn man das nicht im Voraus absehen kann, entscheidet man sich im Zweifel gegen einen Besuch. Das bedeutet weniger Umsatz".

Die Gäste, die einen Gastronomiebetrieb mit Außenbereich besuchten, würden sich ein südländisches, mediterranes Gefühl wünschen. "Man will draußen sitzen, sich unterhalten, lecker essen und trinken. Wenn das fehlt, dann bekommen das die Gastronomen zu spüren." Dieser Sommer sei Messungen zufolge von den Temperaturen her zwar ein durchschnittlicher, dabei aber überdurchschnittlich wechselhaft.

Neben dem Verband sprechen auch einige Duisburger Gastronomiebetriebe von Problemen angesichts der Wetterlage. So zum Beispiel die Mitarbeiter des Café Museum. Dort bleiben wegen des Wetters einige Besucher aus. "Wir haben zum Glück die überdachte Terrasse auf der Parkseite, da können die Gäste auch bei leichtem Regen noch sitzen", sagt Bujar Gegaj, der in dem Lokal im Kant-Park als Kellner arbeitet. Im Biergarten habe er nun Schirme aufgestellt, um kleine Regenschauer überbrücken zu können. "Aber wenn das Wetter wirklich schlecht ist, kann man nicht mehr draußen sitzen, dann gehen die Gäste", sagt er. So blieben an schlechten Tagen bis zu 30 Prozent der Besucher und damit auch ein Teil des Umsatzes aus.

Helmut Dormann, Geschäftsführer des Homme D'or in Homberg ist hingegen bisher zufrieden mit den Besucherzahlen. "Wenn es regnet, ist natürlich nicht so viel los, aber wenn mittags die Sonne scheint, sind wir gut besucht", berichtet er. Abends kämen manchmal weniger Besucher, insgesamt seien die sechs Tische auf der Terrasse des Restaurants und der Biergarten aber gut belegt.

Ein weiteres Problem der Duisburger Gastronomiebranche sind zurzeit die unbesetzt gebliebenen Ausbildungsplätze. Obwohl das Ausbildungsjahr bereits gestern begonnen habe, seien noch viele Plätze frei, sagt ein Sprecher der Industrie- und Handelskammer. Daher sei es in diesem Jahr noch möglich, die Ausbildung erst im September zu beginnen.

Quelle: RP
 
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