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Duisburg
Delfin-Baby lebte nur zwölf Tage

Duisburg. Das zwei Tage vor Heiligabend im Zoo geborene Delfinjunge ist am Sonntag unerwartet gestorben. Das kleine Männchen schien völlig gesund zu sein und hatte innerhalb von 12 Tagen fast zehn Kilo an Gewicht zugenommen, teilte der Zoo gestern mit. Am Wochenende war den Pflegern aufgefallen, dass das Muttertier und ihr Kalb deutlich langsamer schwammen als gewöhnlich. Eine Blutprobe wies einen stark erhöhten Kaliumgehalt auf. Später zeigten Mutter und Jungtier allerdings wieder ein normales Schwimmverhalten mit regelmäßigen Atem- und Trinksequenzen. Am Sonntagmorgen trat innerhalb von nur zwei Minuten der Tod ein. Der Zoo vermutet als Ursache eine Stoffwechselentgleisung. Das verendete Tier wurde sofort zu einer veterinärmedizinischen Fachfakultät gebracht, in der Hoffnung, dass die dortigen Meeressäugerspezialisten die Todesursache bestimmen können. Zusätzlich wurde ein weiteres internationales Expertenteam hinzugezogen, da der plötzliche Tod von scheinbar gesunden Jungtieren bei Delfinen bis heute der Wissenschaft ein Rätsel aufgibt.

Dass die Mitarbeiter des Zoos, die ihre Weihnachts- und Neujahrsfestivitäten opferten und sich Tag und Nacht um die Aufzucht der beiden Delfinjungtiere bemüht haben, tiefst betroffen sind, ist nachvollziehbar. Der Zoo setzt nun all seine Hoffnung in das weibliche Jungtier, das an Heiligabend geboren wurde, und das gestern an seinem 12. Lebenstag bereits stattliche 25 Kilo wog.

Die Aufzucht der Meeressäuger ist sehr kompliziert, weil die Jungtiere in den ersten Lebenswochen noch kein funktionierendes Immunsystem haben. Bereits im vorigen Jahr hatte der Zoo den Tod eines Delfinbabys vermelden müssen.

Quelle: RP
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