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Duisburg
Demonstranten gehen auf Polizisten los

Samstag: So verlief die NPD-Demo in Duisburg
Samstag: So verlief die NPD-Demo in Duisburg FOTO: Andreas Probst
Etwa 800 Demonstranten, mehrere Festnahmen und verletzte Personen. Ein Polizist wurde am Kopf verletzt. Das ist die Bilanz der NPD-Kundgebung und der zeitgleich stattgefundenen Gegendemonstration vor dem Duisburger Hauptbahnhof am Samstagvormittag. Von Christian Schwerdtfeger

Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften im Einsatz, trennte beide Lager voneinander und sperrte die Straßen rund um das Bahnhofsgelände für den Autoverkehr. Gleich zu Beginn der Demonstration kam es zu tumultartigen Szenen, als sich Linksautonome auch nach mehrfacher Aufforderung durch die Polizei weigerten, hinter die Absperrgitter auf dem Portsmouthplatz am Bahnhof zu treten.

Sie gingen stattdessen auf die Beamten los. Ein Polizist wurde dabei von einer Eisenstange am Kopf getroffen und verletzt. Die Polizei nahm drei Personen vorläufig fest. Wie die Polizei mitteilte, wurden ein Mann und eine Frau in ein Krankenhaus eingeliefert. Über Art und Schwere der Verletzungen machte die Polizei keine Angaben.

Anschließend beruhigte sich die Lage wieder. Zu weiteren Ausschreitungen kam es erst wieder nach den Demonstrationen, als ein Mann, der der linken Szene zugeordnet wird, einen Polizeibeamten angriff. Der Angreifer tauchte zunächst in der Menge unter, konnte aber wenig später von der Polizei gestellt werden. Bei der Festnahme kam es dann wieder zu Übergriffen auf die Beamten.

Forderung nach NPD-Verbot

Die Gegendemonstranten, unter ihnen unter anderem Vertreter der Verdi-Jugend, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und der Linkspartei, waren den etwa 50 NPD-Anhängern mit zirka 800 Teilnehmern zahlenmäßig weit überlegen. Sie riefen zu einem gesetzlichen Verbot der NPD und aller rechten Gruppierungen in Deutschland auf und skandierten "Nazis raus”.  Die Anhänger der NPD warnten hingegen vor einer drohenden Islamisierung Deutschlands.

Richtig heiß wird es erst am Sonntag

Für das Wochenende sind noch fast 40 weitere Demonstrationen und Kundgebungen im Stadtteil Marxloh und in der Innenstadt angemeldet. Höhepunkt des Demonstrationswochenendes in Duisburg wird am Sonntagvormittag der "Sternenmarsch” der rechtspopulistischen Bürgerbewegung "pro NRW” durch den Stadtteil Marxloh sein. Die Polizei erwartet dann etwa 8500 Gegendemonstranten in zwölf Veranstaltungen.

Während "pro NRW" etwa 700 Meter über die Warbruckstraße in Richtung Merkez-Moschee marschiert, nähern sich die NPD-Anhänger am Sonntag von Westen über die Aldenrader Straße. Nach Angaben der Veranstalter werden von "pro NRW" 1000 Teilnehmer, und von der NPD bis zu 400 Teilnehmer erwartet. Die Polizei wird mit mehreren Hundertschaften den Stadtteil sichern und abriegeln

 
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