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Duisburg
Den Hafen auf dem Fahrrad entdecken

Duisburg: Den Hafen auf dem Fahrrad entdecken
Den Hafen aus einem neuen Blickwinkel sehen - das können große und kleine Radfahrer bei der neuen Tour. FOTO: Pressefoto Andreas Probst
Duisburg. Am Montagvormittag wird die neue Route mit Bauminister Michael Groschek offiziell eingeweiht. Von Julia Zuew

Grün und Grau, Natur und Industriekulisse liegen hier nebeneinander: Durch dichtes Gebüsch und Baumkronen ragen die Hüttenwerke Mannesmann in den zugezogenen April-Himmel. Die Frachtschiffe ziehen im Rhein zwischen Friemersheim und Wanheim-Angerhausen.

Mit einer Radtour möchte duisport (Duisburg Hafen AG) das Herzstück Duisburgs in den Mittelpunkt rücken. Der Hafen ist aus Duisburg nicht wegzudenken - seit knapp 300 Jahren prägt er das Bild, das Leben und die Geschichte der Stadt und der Bürger. "Wir wollen nicht nur im Hafen feiern", sagte Julian Böcker, Pressesprecher von duisport, bei einer ersten Schnuppertour auf der neuen Route. "Im Alltag achtet man weniger auf die Umgebung, sondern ist gezielt unterwegs." Ziel der neu entworfenen Routen sei es, den Hafen "aus einem anderen Blickwinkel zu zeigen", sagte der Sprecher.

Grün und Grau, Natur und Industriekulisse liegen bei der Fahrradtour nahe beieinander. FOTO: Pressefoto Andreas Probst

Ein Ausflug auf dem Drahtesel beweist: Der Hafen hat für jeden Geschmack was zu bieten. Zwischen grünen Auen, kleinen Waldstücken und Industriekulisse gibt es jede Menge zu entdecken. Elf Hinweisschilder zu Sehenswürdigkeiten erläutern das Wichtigste. Die Schilder stehen beispielsweise an den logport-Arealen und am Ruhrdeich.

Neue Fahrradwege seien zwar nicht entstanden, jedoch "haben wir mit dem vorhandenen Netz eine neue Route zusammengestellt", berichtete Böcker. Neu sind auf der Strecke außerdem die Hinweisschilder. Vor allem den Bürger selbst soll auf den Touren bewusst werden, wie vielfältig die Heimat und der Hafen sind.

Es gibt jedoch nicht nur eine Route durch den Hafen. Fünf Strecken mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Schwierigkeitsgraden stehen zur Auswahl. Der kürzeste Ausflug ist dabei eine Tour durch Ruhrort mit rund vier Kilometern, Sportkanonen können sich auf dem etwa 50 Kilometer langen Radrundweg duisport auspowern. Dieser erstreckt sich von Ruhort bis zur Krefelder Grenze, vom Toeppersee bis zur Regattabahn und führt durch alle Teile des Hafens, inklusive logport I, II und III.

Wer eine Kurzfassung der Rundstrecke um den Hafen bevorzugt, ist mit dem Erlebnisradweg "Rheinhausen" gut bedient. Auf etwa 22 Kilometern führt die Route durch die alte Industriekulisse am Rhein. Da knapp die Hälfte der Strecke nah am Rheinufer verläuft, gibt es viel Ausblick auf das andere Ufer, wo Rheinorange, Hüttenwerk und die Landmarke "Tiger and Turtle" die Landschaft prägen.

Alle Routen sind zusammengefasst auf einer Karte. Der Plan mit den Duisburger Radwanderwegen ist kostenfrei im Ruhr.Visitorcenter und bei duisport erhältlich. Im Plan sind außerdem Aussichtsplätze, Lokalitäten für eine Pause auf Tour und QR-Codes mit weiteren Infos verzeichnet. In Zukunft möchte auch der ADFC-Kreisverband Duisburg Touren entlang der neuen Routen zu planen und anzubieten, berichtete Böcker.

Heute Vormittag wird die Hafenroute offiziell eröffnet. Zum Festakt eingeladen ist unter anderem Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Infos und Nachrichten rund ums Rad in Duisburg gibt es unter www.duisburg.de/micro2/fahrradportal.

Quelle: RP
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