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Duisburg
Der Mensch im Mittelpunkt von Kunst

Duisburg: Der Mensch im Mittelpunkt von Kunst
Wolf-Diethard Lipkas Ausstellung wird heute, am 70. Geburtstag des Künstlers, im Theater eröffnet. Die Bilder sind im Wandelgang von Parkett und erstem Rang noch bis zum 3. Dezember zu sehen. FOTO: Andreas Probst
Duisburg. Wolf-Diethard Lipka stellt Bilder aus der Welt des Theaters aus. Alle seine Bildmotive entstammen persönlich Erlebtem aus überwiegend Duisburger Aufführungen. Von Olaf Reifegerste

Heute wird er 70, der Duisburger Künstler Wolf-Diethard Lipka, und feiert Geburtstag mit einer Vernissage im Theater Duisburg. "47/17 - Dancing, Move" heißt seine Ausstellung dort, die aus über 30 verschieden großen Bildern besteht und von heute an bis zum 3. Dezember im Wandelgang von Parkett und erstem Rang des Theaters zu sehen ist. Zur Ausstellungseröffnung heute Abend um 18 Uhr wird der städtische Kulturdezernent Thomas Krützberg ein Grußwort sprechen.

Mimik und Gestik gepaart mit Bewegung sind Körpersprachen der nonverbalen Kommunikation. Diese Ausdruckformen sind relevant in der und für die Kunst. Den Menschen auf diese Weise in den Mittelpunkt von bildender- und Bühnenkunst zu rücken, das ist das Anliegen von Wolf und Karoline Hoell von der Theaterleitung zur "47/17"-Ausstellung. Den Titel seiner Bilderschau hat Wolf in Anlehnung an die Ballette der Deutschen Oper am Rhein ausgewählt. Chefchoreograph Martin Schläpfer zählt seine Ballettabende seit seinem Amtsantritt nämlich numerisch aufsteigend.

Seit mehr als 30 Jahren besitzt Lipka ein sogenanntes "Gemischtes Abonnement" im Duisburger Theater, das alle drei Gattungen der Bühnenkunst - nämlich Oper, Schauspiel und Ballett - bedient. Besonders der Tanz hat es ihm als Zeichner, Maler und Grafiker angetan. "Das Hauptmotiv meiner künstlerischen Arbeit ist der Mensch", sagt er. "Ich merke mir die verschiedenen Körperhaltungen und zeichne beziehungsweise male diese dann mit Blei-, Filz- oder Copicstiften aus der Erinnerung heraus. Verfeinert werden diese dann mit Graphit, Schellack und/oder Kreide auf Papier, Pappe oder Leinwand beziehungsweise mit Öl auf Forex oder Acryl auf Karton."

Das letzte Mal war Wolf mit einer Ausstellung im städtischen Musentempel 1989 vertreten. Damals zeigte er Bilder zu einem Mozart-Zyklus. Knapp 30 Jahre später ist es das Thema Bewegung, ob im Tanz-, Musik- oder Sprechtheater, das er in verschiedenen Motiven präsentiert. Sechs Bilder der Gesamtausstellung, die erstmals in dieser Komplexität gezeigt wird, zieren den Parkett-Wandelgang und 26 hängen im Wandelgang vom ersten Rang. Die Größenmaße der Bilder liegen mit einteiligem Rahmen zwischen 50 x 40 cm und 100 x 70, mit zweiteiligem bei 170 x 60 cm und mit dreiteiligem bei 180 x 50 cm.

Alle Bildmotive entstammen persönlich Erlebtem aus überwiegend Duisburger Aufführungen. Doch auch Zeitungsausschnitte, Fotos und Eindrücke aus den Medien dienten Wolf als Anregung. So entstanden Momentaufnahmen und spontane Reaktionen auf Tanz und Bewegungen, die in eine realistisch-zeichnerische Darstellungsweise übersetzt wurden.

Quelle: RP
 
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