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Duisburg
Dezernate werden neu zugeschnitten

Duisburg: Dezernate werden neu zugeschnitten
FOTO: Stadt Duisburg
Duisburg. Nach dem Weggang von Rechtsdezernentin Daniela Lesmeister und der Pensionierung von Stadtdirektor Reinhold Spaniel stehen im Rathaus große Veränderungen an. So wird Kämmerin Dörte Diemert die neue Stadtdirektorin. Von Hildegard Chudobba

Nach dem Weggang von Duisburgs Rechtsdezernentin Daniela Lesmeister - sie ist nun im Innenministerium des Landes unter anderem zuständig für die Polizei - und der gerade vollzogenen Pensionierung von Stadtdirektor und Sozialdezernent Reinhold Spaniel, ist die Beigeordnetenrunde im Rathaus deutlich kleiner geworden. Vorerst zumindest. Denn durch Neuzuschnitte der Dezernatsaufgaben und durch Neueinstellungen wird sich daran schon bald etwas ändern. Die RP stellt einige der wichtigsten Änderungen vor.

Lastenträger der Neuordnung Nummer eins ist der amtierende Jugend- und Kulturdezernent Thomas Krützberg. Er wird künftig aus dem Spaniel-Dezernat den Bereich Soziales samt Jobcenter-Betreuung übernehmen, und das, obwohl er mit seinen bisherigen Aufgaben schon stark ausgelastet ist. Das Amt des "Stadtdirektors" erbt er allerdings nicht von Spaniel. Stellvertreterin des Oberbürgermeisters wird künftig Stadtkämmerin Dr. Dörte Diemert sein.

Aus dem Dezernat Spaniel wird gleichfalls der Bereich Sport genommen. Er geht an den Umweltdezernenten Dr. Ralf Krumpholz, der zudem auch die Zuständigkeit für die Feuerwehr übernehmen wird. Bislang war das Aufgabenfeld der Rechtsdezernentin. Deren aktuell freier Stuhl wird besetzt werden mit einem Bewerber, für den die CDU vereinbarungsgemäß das Vorschlagsrecht haben wird. Und ebenfalls zur Beigeordnetenrunde wird der oder die Wirtschaftsdezernent(in) stoßen, eine Stelle, die neu geschaffen wird und zu der auch Aufgaben gehören werden, die aus dem Zuständigkeitsbereich von Planungsdezernten Tum genommen werden. Auf einen Wirtschaftsdezernenten drängt seit Jahren die CDU, weil sie hofft, dass ein Fachmann die strukturellen Probleme der Stadt besser beheben kann, als es derzeit der Fall ist. Wesentliche Arbeiten auf diesem Feld erledigt heute noch der Chef der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung. Dass die Christdemokraten auf die Besetzung dieser neuen Stelle starken Einfluss nehmen werden, davon ist auszugehen.

Ebenfalls eine neue Frau oder ein neuer Mann übernimmt das Personaldezernat, bei dem bislang der Oberbürgermeister selbst an der Spitze steht. Rathaus-Insider gehen davon aus, dass Link an diesen Bewerber zudem noch die Integrationsarbeit abgibt. Dass sein Büroleiter in absehbarer Zeit die Stadtverwaltung verlässt und Vorstandsmitglied des Duisburger Versorgungs- und Verkehrskonzern wird, ist ein offenes Geheimnis. Hier wird ein Nachfolger ebenso gesucht wie für die neuen Dezernatsstellen.

Wann die neu zu besetzenden Beigeordnetenpositionen ausgeschrieben werden, steht angeblich noch nicht fest. Gestern - so der Plan - wollte Oberbürgermeister Sören Link seine Amtsleiter über die Veränderungen informieren.

Quelle: RP
 
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