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Duisburg
Die Kunden verlangen anderen Service

Duisburg: Die Kunden verlangen anderen Service
Der Vorstand der Sparkasse Duisburg wirbt für Baufinanzierungen (von links): Uwe Haddenhorst, Ulrich Schneidewind, Dr. Joachim Bonn und Helge Knipping. FOTO: Sparkasse
Duisburg. Eine Million Mal monatlich wird die Sparkassen-Homepage fürs Online-Banking angeklickt. Für das Personal in den Geschäftsstellen stellen sich dadurch ganze neue Herausforderungen. Von Hildegard Chudobba

Mit 60 Standorten ist die Duisburger Sparkasse in ihrem Verbreitungsgebiet stärker vertreten als alle anderen Bankhäuser in Duisburg zusammen. Die Kunden wird es freuen. Aber dass dieser Zustand noch lange so bleibt, daran kann begründet gezweifelt werden. Auch wenn die Sparkasse erst im Mai bekannt gibt, wie ihr Weg für die kommenden zehn Jahren aussehen wird, sind Änderungen in der heutigen Präsenz sehr wahrscheinlich. "Vor 2017 werden die Kunden von den anstehenden Veränderungen nichts spüren", sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Bonn jetzt bei der Präsentation des Geschäftsberichtes 2014.

Und er ließ gleichfalls keinen Zweifel daran aufkommen, dass das Bankhaus mit dem markanten roten S auch künftig überall im Stadtgebiet präsent sein wird. Bezirke ohne Sparkasse - undenkbar. Aber manchmal sind größere, neu zu bauende Niederlassungen mit einer breiten Beratungspalette wirtschaftlich sinnvoller als der Betrieb vieler kleiner mit eingeschränktem Angebot. Geradezu an Luxus grenzt es aber, wenn an einem Standort eine Filiale aufgegeben wurde und dort nur noch ein wenig frequentierter Geldautomat steht. In solchen Fällen zieht das Argument, dass der Kunden möglichst kurze Wege haben soll, nicht mehr.

Orientieren wird die sich die Sparkasse bei ihrer Restrukturierung unter anderem an dem geänderten Kundenverhalten, das vor allem in Richtung Online-Banking geht, weiß das zuständige Vorstandsmitglied Uwe Haddenhorst. Annähernd 200 000 Kunden der Sparkasse greifen bei der Kontoführung bereits zu PC, Tablet oder Handy. Die Sparkassen-Homepage wurde im vergangenen Jahr eine Million Mal monatlich fürs Online-Banking angeklickt. Von unterwegs Überweisungen tätigen oder den Kontostand checken ist kein Problem mehr und sei zudem sehr sicher geworden, so Haddenhorst. "Unsere Apps erfreuen sich großer Beleibtheit." Rund 30 000 Kunden nutzten sie im Schnitt 16 Mal pro Monat. Online können Handy- oder Geldkarten-Guthaben aufgeladen oder der Kontowecker aktiviert werden, der zum Beispiel dann warnt, wenn das Girokonto in den Dispo rutscht oder auch ein Geldbetrag eingegangen ist.

Immer häufiger greifen zudem Sparkassenkunden zur Kreditkarte. Über 45 000 von ihnen versorgen sich auf diesem Weg mit Bargeld oder kaufen ein. Die Zeiten, in denen man erst zum Schalter gehen musste, um sich mit Barem zu versorgen, sind Vergangenheit. Für die Mitarbeiter in den Geschäftsstellen bedeutet dies, dass sie immer stärker als Berater gefordert werden, zum Beispiel, wenn es um Geldanalgen oder komplizierte Finanzierungen geht. Die Duisburger Sparkasse sieht sich hier mit ihren 1251 Beschäftigten gut aufgestellt und wird in der gleichen Größenordnung wie bisher auch in diesem Jahr ausbilden. Im August werden 25 junge Leute ihre Lehre beginnen. Noch werden übrigens Bewerbungen entgegen genommen.

In unserem Bericht über die Bilanzpressekonferenz der Sparkasse gab es einen Zahlendreher. Bei Immobilienfinanzierungen liegt der Zinssatz bei 1,49 und nicht wie geschrieben bei 1,94 Prozent.

Quelle: RP
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